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Wiehnachtsgruess

I cha mi not guet dra erinnere, wie mir vor wenige Tage e schöne Wiehnachtsmärit bsuecht hei. Es het fein nach Öpfelpunsch u Glüehwy gschmöckt, ir Mitti vom Platz het es Füür inere schmidisige Schale brönnt,  Bsuecher hei die stiife Finger dran chönne werme. D Ständ si mit vil Liebi und Fantasie dekoriert gsy, mängs schöns Gschänkli het’s dert z’entdecke gäh: Feins Gebäck, Sache us Holz, Schmuck us Glas, wo im Liecht vom Füür farbig glüchtet het, sälber glismeti Händsche u Chappe, wo o am cheltischte Wintertag warm gäh. U no mängs, mängs meh! U de isch da ja no öppis: A Wiehnachtsmärit geit Alt u Jung ja nid nume zum kömerle. O d Stimmig, wo erfüllt isch vo der Fröid uf ds Wiehnachtsfescht, zieht Mönsch vo nah u färn a! I möcht itz aber no vo öppis angerem rede, nämlich vo dene Mönsche vo jedes Jahr vil Zyt häregäh zum das alles müglich z’mache. Mängs mues vorbereitet wärde, z Ufstelle vo de Ständ, ds Dekoriere, der Verchehr mues greglet wärde u d Bsuecher mit em Outo möchte gärn wüsse, won es no e freie Parkplatz het. Hinger all däm steckt e Huufe Arbeit! U wär im Advänt villicht lieber ir warme Stube wet blybe u es Cherzli aazünte, git si Zyt häre, hilft mit u steit mängi Stund am Märitstand oder i der Feschtwirtschaft. Das isch sehr asträngend! I möcht drum hüt all dene danke säge, wo sich Jahr um Jahr ehreamtlich für ne Wiehnachtsmärit engagiere. Dank Eurer Hilf dörfe mit eifach härecho, verwyle u gniesse. Danke!

Laterne am Weihnachtsmarkt
«…Am Wägrand lüchte Latärne»

U we de der Aabe chunt, de wird der Wiehnachtsmärit erfüllt mit Liecht, a jedem Stand het es e Liechterchetti, am Wägrand lüchte Latärne. Lampe, Cherzli u ds Füür spände Heiteri u Wermi uf em ganze Platz.

Wiehnachte isch es Sinnbild für ds Liecht. Scho i der heilige Nacht het e hälle Stärn am Himmel glüchtet, als Zeiche für alli Mönsche, dass Jesus isch uf d Ärde cho. «I bi ds Liecht vo der Wält», het Jesus zu sine Jünger gseit, «wär mit mir chunt, louft nid i der Fyschteri desume, nei, er het ds Liecht für ds Läbe.» (Joh. 8, 12 – Ds nöie Teschtamänt, bärndütsch). Gott isch Liecht, het si Jünger, der Johannes, i sim erschte Brief gseit.

I wünsche Euch es Wiehnachtsfescht wo erfüllt isch mit Liecht. Mit Liecht a de Cherze u Latärne wo üs iiladt zum e Ougeblick still z’sy und Bsinnig z’finde. Es Liecht wo d Familie im Advänt und am heilige Aabe zämebringt. I wünsche Euch offeni Türe für liebi Mönsche u es offnigs Härz für das Liecht, wo nie verlöscht.

Em Jonathan si Troum

Der Jonathan isch glücklich gsy. Ihm isch es vorcho, als ob das e ganz e bsundrigi Nacht isch. E Nacht, wo nid isch wie jedi angeri. Ja gwüss, der alt Samuel het ihm o scho einisch erzellt, dass jede Tag sis eigete Gheimnis het u einzigartig isch, das het der Jonathan nid vergässe. U glich! Töif im Härz het der Hirtebueb öppis gspürt; öppis, won är nid mit Wort het chönne beschribe. Mit dene Gedanke im Chopf het der Jonathan die schöni, warmi Wulledechi übere Chopf zoge, wo si Vater ihm vor es paar Tag gschänkt het. Es isch e chalti Winternacht gsy, aber der Jonathan het sich fescht igmummelet u drum schön warm gha. Är het ds Sprätzle u chnischtere vom Lagerfüür ghört u het de Hirte chönne zuelose. Die si um ds Füür ume ghocket, hei brichtet u Gschichte vo früecher erzellt. Bsunders die alte Hirte, der Jakob u der Samuel hei mängs gwüsst z’brichte us ihrem länge Läbe. Wie gärn het der Jonathan die alte Gschichte ghört, wo der Samuel so läbig het chönne erzelle; grad so, als ob alles geschter passiert wär. Vom grosse König David, wo grad so wien är, der Jonathan, e eifache Hirtebueb isch gsy. U vom gschyde Salomon, wo zu allne Mönsche, ob frömd oder vertrout, isch gerächt u grosszügig gsy.

«Wie gärn het der Jonathan die alte Gschichte ghört…»

I gloube fescht dra, het der Jakob gseit, einisch chunt wider e grosse Chünig zu üs, wo zu allne Mönsche guet isch, o zum eifache Hirtevolch. Der Samuel het zueglost u isch ob settnige Gschichte ganz nachdänklich worde. E grosse Herrscher wo zu de Schafhirte geit? U als ob der Jakob em Samuel sini Gedanke hätt chönne läse, het är gantwortet: Ja, o zu üs. Der Samuel het mit em Chopf gnickt u gseit, ja. O zu üs!

Der Jonathan het für ne Ougeblick unger sire Dechi füregluegt u het der chalt Luft im Gsicht gspürt, är het der Himmel gschouet u gstunnet, wie häll ds Stärnemeer glüchtet het. Der Herrgott het alli Stärne erschaffe u het e jedem sy eiget Name gäh; das isch o so e Gschicht gsy, wo der Hirtebueb gärn het ghört. U de het är zum Füür gluegt u het gseh, wie im flackernde Liecht vo de Flamme d Gsichter vo de Hirte si z’gseh gsy. D Gsichter vo Jakob, Samuel u vo sim Vater, em Chajm. De isch der Jonathan mit em Chopf wider unger d Dechi gschloffe, ganz geborge het är sich gfüehlt, warm u sicher ufghobe. So wie bi der Mueter, wenn si ihn zuedeckt het u isch am Bett blibe, bis der Schlaf sini Schwinge über em Ching het usbreitet.

Während är d Hirte het ghöre brichte, isch am Jonathan düre Chopf, was alles isch passiert a däm Tag. Am Morge hätt är uf ne Tschuppele mit junge Schaf sölle ufpasse. Aber es isch halt no früech am Morge gsy. Der Jonathan het sich ane Stei aglehnt, het der Mantel umgleit, dass är nid friert u isch e Ougeblick später iigschlafe. Wo ihn der Chajm u der Samuel hei gweckt, si fasch d Helfti vo de Schaf niene me z’gseh gsy. Der Vatter het zerscht welle balge, aber denn het ihm der Samuel d Hand uf d Schultere gleit u het gseit: Chajm, es isch ja no es Ching, mir wei die Tier ga sueche, gwüss si si nid nid wyt. Denn isch är mit em Jonathan d Schaf ga sueche. U es isch chum e Stund vergange, isch die ganzi Härde wider binenand gsy. Überchume i e kei Straf? het der Jonathan gfragt. Nei, het der Samuel gantwortet u derzue güetig glächlet. U de het är noi gseit: D Liebe straft nid, si wott nüt zwinge u nimmt di a, so wie Du bisch. Wo Liebi isch, da isch Vergäbig. U wo Vergäbig isch, da isch Liebi.

A all das het der Jonathan däicht, e Momänt später isch är iigschlafe.

Jonathan, Jonathan! het plötzlich e hälli Stimm grüeft. Der Bueb het nid gwüsst, wohär die Stimm isch cho u wäm si ghört. Är het d Ouge ufgmacht u het es Liecht gseh, wo so häll gstrahlet het, wie d Sunne. Es isch es Liecht gsy, wie’s der Jonathan no nie het erläbt. U wo sich sini Ouge langsam a die guldige Strahle het gwahnet, het är gmerkt dass da öpper vor ihm steit. Es fründlichs Gsicht het ihn mit usbreitete Händ aagluegt, grad so wie wenn är ihn wett anes Ärfeli näh. U itz het der jung Hirt gmerkt, dass das liebe Liechtwäse mit ihm redt. Jonathan, het der Ängel gseit. Pressier u gang mit de Hirte uf Betlehem, es isch öppis passiert, wo du nid darfsch verpasse! Dert lyt es Chind inere Chrippe. Us däm wird einisch e grosse Chünig wärde.

Der Jonathan het wie der Ängel sini Arme uusgstreckt: Liebe Ängel, bitte heb mi. Nume fürne Momänt!

So isch es rächt, het e Stimm gseit, häb Di fescht, mir wei pressiere! Aber es isch nid der Klang vom Himmelswäse gsy. Nei, der Jonathan het plötzlich die vertrouti Stimm vo sim guete Vater ghört. Dä het ihn uf de Arme treit u isch zäme mit de andere Hirte mit gleitige Schritte em Dorf Betlehem zue. Jonathan, wo du gschlafe hesch, isch es grosses, grosses Wunder passiert! Ja, het der Bueb gantwortet, e Ängel isch erschyne, z Betlehem isch öppis passiert, wo mir gschwind müesse ga gschoue! Itz isch der Chajm blibe stah! Bueb, wohär weisch du das? Du hesch töif gschlafe under dire Dechi! Der Samuel, wo näb em Vater zue gstande isch, het grossi Ouge gmacht, won är der Jonathan het ghört brichte. Denn hei der Chajm u der Samuel sich fragend aagluegt, e Momänt lang isch es ganz still gsy, e fragende Uusdruck het sich uf d Gsichter vo de Manne gleit.

Der Samuel het zerscht gseit, was die beide Hirte hei dänkt: Wahrhaftig! Gottes Säge lyt uf Dir, Jonathan! Der Ängel, wo üs Bscheid het gäh, isch Dir im Troum erschine. Denn het der Samuel e Momänt überleit u het wyter gredt: Gott het üs Mönsche öppis z’säge! Mängisch rede siner Ängle ganz diräkt zu üs, mängisch erschyne Zeiche am Himmel, mängisch passiere Wunder, mängisch schickt är e Prophet! U ja, mängisch redt är zu üs im Troum.

Der Jonathan, der Chajm u die angere Hirte hei em Samuel zueglost. Was isch es, was Gott üs wott säge? het druf der Jakob gfragt. Der Samuel het e Ougeblick überleit u het druf gantwortet: Das mir ihm immer dörfe vertroue! U dass är üs nid vergässe het.

So si d Hirte zum Stall cho, wo ds Ching ir Chrippe isch gläge. E heilige Stilli het d Nacht erfüllt, am Himmel het e hälle Stärn glüchtet, gheimnisvolli Frömdi vo wyt här si vor em Chindli gstande u hei still bättet. Lüt us em Dorf hei sich derzue gsellt u immer meh Hirte si us der Nacht uftoucht, alti Manne mit töife Wätterfurche im Gsicht u länge Mäntle, jungi Bursche, wo heiter i d Wält gluegt hei u sich geng wyder lyslig öppis zuegchüschelet hei. U Froue wo d Ouge nid vom Ching i der Chrippe hei chönne lah. Der Jonathan het das alles gseh u het geng wyder a das däicht, was ihm der Samuel het gseit: O für üs!

Der Bueb het später nümme chönne säge, wie lang si bim Stall sy blibe. Wo si wyder zu ihrem Lager bi de Schaf sy cho, isch der Jonathan unger si Dechi gschloffe. Aber iigschlafe isch är no lang nid. Es isch so vil passiert i dere Nacht. U wo är am angere Morge isch erwacht, het är ei Gedanke im Chopf gha. D Wält isch e angeri worde!

Weihnachtsbotschaft ‒ eilen wir zur Krippe

Was für ein lebhaftes Treiben herrscht doch in diesen letzten Tagen vor Weihnachten in der Stadt. Auf den Strassen, unter den Lauben der Altstadt und in den Geschäften, überall eilen Menschen, die noch ein Weihnachtsgeschenk kaufen möchten. Eine Atempause verschaffen die Musiker der Heilsarmee mit ihren schönen Weihnachtsliedern in der belebten Fussgängerzone. Verheissungsvoll und feierlich klingen die Trompeten und Posaunen, die von Chorgesang begleitet werden. Viele bleiben einen Moment stehen, kommen zur Ruhe, hören hin und lassen die vertrauten Klänge, die sie schon aus ihrer Kindheit kennen, auf sich wirken. Doch schon im nächsten Moment stürzen sie sich wieder ins Getümmel…

Was macht Weihnachten aus? Sicher auch Geschenke. Denn schenken heisst, an die Beschenkten denken. Sich Zeit nehmen und fragen, was sie freut, was sie sich wünschen. Schenken können wir auch unsere Aufmerksamkeit, unsere Zuneigung, unsere Zeit.

Schon neigt sich der Stundenzeiger auf der alten Turmuhr nach unten, nun beginnen überall die Lichter zu brennen, die Stadt hüllt sich in einen weihnachtlichen Glanz, während die Schneeberge in der Ferne und der winterliche Himmel von der ersten Abenddämmerung verdunkelt werden. Auf den Gassen, an den Häusern und beim Weihnachtsmarkt vor dem Münster brennen nun unzählige Lichter und Kerzen. Viele Menschen haben bereits den Heimweg angetreten, sie haben etwas für ihre Liebsten gefunden. Andere sind immer noch in Eile. Eile? Waren nicht auch die Hirten in Eile, nachdem sie die gute Nachricht von den Himmelsboten vernahmen? Als ihnen ein von Glanz umgebener Engel die Geburt des Messias verkündete, machten sie sich rasch auf durch die Nacht, um das Neugeborene zu sehen. Eilig hatte es auch Maria, als sie erfuhr, dass Elisabeth schwanger war. Es sind Menschen mit offenen Herzen, denen wir in diesen biblischen Geschichten begegnen. Ein offenes Herz macht sie empfänglich für das Wirken Gottes, wohl deshalb wünschte sich der weise Salomo nichts anderes von Gott als ein hörendes Herz. So kommen wir Gott näher, und damit dem grössten Glück in unserem irdischen Leben.

Wohin eilen wir? Eilen wir so wie die bescheidenen Hirten der Krippe entgegen, während am Himmel der Stern leuchtet? Gott jedenfalls ist da. Er ist in der heiligen Nacht Mensch geworden. Und während die Hirten das neugeborene Kind bestaunten, das ihnen als Retter verheissen worden ist, trafen drei geheimnisvolle Sterndeuter beim Stall ein. Weise, Astronomen, einflussreiche Träger alten Wissens auf jeden Fall! Gewiss eilten auch sie, als ihnen der strahlende Stern den Weg wies. Wir eilen, doch welches ist der schnellste Weg zu Gott? Es ist Jesus, denn er hat gesagt, ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Er kam vom Himmel und wies uns den Weg in den Himmel.

Lasst uns eilen, zum Weihnachtsfest, zum Stall, zu Jesus, der als Kind in der Krippe in die Welt gekommen ist. Ich wünsche allen Besuchern meines Blogs ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest.

Bim Tanneboum

Scho als Ching han i mi immer gfreut uf e erscht Schnee. Denn, wenn d Tage sy chürzer worde, wenn der chalt Herbschtluft ds letschte farbige Loub vo de Böim het g’chutet u wenn am Morge der erscht Bodefroscht uf de Matte isch gläge, denn han i blanget. U we’s de z’grächtem isch chalt worde und e ruuche Wind der Räge het i ds Land treit, de bin i a ds Fäischter gstande u ha usegluegt, ha mit Chinderouge uf die erschte Schneeflocke am graue Himmel gwartet.

D Gschicht vo der Tanne
So lang isch das scho här! Mängs, mängs Jahr isch syt dene Erinnerige vergange. U mänge chalte Winter han i erläbt, wie o mänge heitere u milde Summer. U d Haar uf mim Chopf si wie der Schnee worde: ganz wiss. O itz hocken-i i der warme Stube am Fäischter u luege i ne trüebe Spätherbschttag use. Aber miner Gedanke sy nid trüeb, nei, si si voll vo schöne Erinnerige a d Chinderzyt und a nes längs, guets Läbe! Mängisch han i d Frucht uf em Fäld gseh rif wärde, ha gseh wie d Öpfel am Boum sy lüchtend rot worde, wie alles isch gwachse u Säge für üs Mönsche het brunge. Glicht so es Mönscheläbe nid der Frucht uf em Fäld? Dass mir wachse und mit all üsem Sinne u Sträbe e Säge für angeri Mönsche dörfe sy?

tannast

«Grossätti, Grossätti», het da plötzlich e hälli Chinderstimm vor em Hus grüeft u het mi vo eim Momänt zum andere us em Sinne u Erinnere i ds Hier u Itz zrügg greicht. Es isch d Miriam gsi, mis jüngschte Grosschind. Zäme mit em Peterli und es paar Gspänli vom Nachberhuus isch äs i d Stube gstürmt u scho im nächschte Ougeblick vor mir am länge Tisch gstande. «Grosätti, erzellsch üs no einisch d Gschicht vo dire grosse Tanne?» het d Miriam itz gfragt u het mi mit erwartigsvolle, grosse Ouge agluegt. D Gschicht vo der Tanne? Gärn erzelle i euch die no einisch. Aber eigentlich isch ja gar nüt apartigs dran, es isch e Gschicht, wie si jede Tag u überall uf der Wält cha passiere. D Gschicht vo dere Wisstanne, wo scho mängs Jahr am Hoger ob üsem Buurehus wachst. Ganz elei steit si dert, u will si elei jedem Wind u Wätter muess entgäge ha, isch e chreftige Boum mit feschte Wurzle u breite Tannescht drus worde.

Die Tanne isch fascht so alt, wie i sälber, han i druf der Chinder erzellt. Meh als 70 Jahrringe het si i ihrem Stamm. I sälber ha se gsetzt, wo-n i so alt bi gsy wie Dir jetz. Mir hei denn e Acher pflüegt, wo ganz nah am Waldrand isch gläge. Aber nit öppe mit Maschine so wie hüt. Nei, denn isch der Pflueg no vo Ross zoge worde. Mi Vater der Pflueg it beidne Händ ghebt u dür e früsch bruun Härd gfüehrt, wo-n i plötzlich öppis grüens zwüsche es paar Härdbröcke entdeckt ha. I bi häre ga luege u ha im früsch ufpflüegte Härdbode es chlyses Grotzli entdeckt, chum grösser als mi offeni Hand isch es gsi u het fiini, lüchtend grüeni Eschtli gha. U das Grotzli het mi duuret. Wenn es da blibt lige, de stirbt es, han-i zum mir sälber gseit u has vorsichtig i beidi Händ gno. Aber itz, wohi dermit? I ha e grad Idee gha! Ob em Huus isch denn no e Pflanzplätz gsy, dert tuet das Grotzli ja niemerem öppis u cha es paar Jahr zfride wyterläbe, han-i dänkt. U ha scho im nächste Momänt am Rand vom Pflanzplätz es Loch grabt u das Grotzli süferli i Bode gsetzt.

Ätti u Müeti hei zerscht nid grad Freud gha. So e Tanne wachsi halt schnäll u gäb de Schatte im Garte, het’s gheisse. Aber dass i mi um das junge Pflänzli gsorget ha, das het se o gfröit. «Bhalt Du das Grotzli, es isch itz di Boum!», hei druf beidi gseit. U mi Tanne isch gwachse u ufgschosse, Jahr um Jahr. U so wie d Jahr si vergange, so isch mi Tanne grösser u chreftiger worde, mit schöne, dunkelgrüene Escht u mit eme Tüller, wo wyt i Himmel ufgragt het. Später isch der Pflanzplätz verschwunde, das Stückli Ärde isch wider Weidland worde u no später, won-i scho e junge Maa bi gsi, han-i es Bänkli zimmeret, wo hüt no de dert steit u wo Dir scho mängisch drumume gspilt heit.

Der erscht Schnee
Gly druf sch es de cho schneie. E chalte Morge isch es gsy, nach ere stärneklare Nacht mit em volle Silbermond uf sire Reis am wyte, nachtblaue Himmelszält. Mit em Tagesliecht si vom Weschte här d Schneewulche vom Jurä här cho und es isch no nid Mittag gsy, wo plötzlich Chinderstimme vor em Huus si z’ghöre gsi: «Es schneit, es schneit!». I ha ja scho mängisch i mim Läbe Schneeflocke gseh, aber glich isch es geng ume öppie bsunders. I bi vor ds Hus gstande u ha die fiine, chüele Flöckli im Gsicht gspürt. U i ha de Ching zuegluegt, wo voller Läbesfröid d Arme wyt hei uusgstreckt, sich im Kreis hei dräiht, grad so als ob si wie e Schneeflocke wette tanze. Der ganz Tag het es im eim furt gschneit u vor em Vernachte, het e lüchtend reini, wyssi Dechi ds ganze Land zuedeckt. Itz isch er da, der Winter. Nach em Znacht hei mir d Latärne azündet u sy ds Bord uf zur Tanne. Öppis ganz gheimnisvolls het üsi liebi Ärde itz umarmt. Ds Liecht vom Schnee, wo im Mondschyn glitzeret. Und es isch so still gsi, dass me het chönne ghöre, wie d Schneeflocke sich uf d Ärde hei gleit.

U wie isch das im nächste Momänt gange? Plötzlich isch es wyder lut u läbig worde. Der Peterli het drum e Idee gha! Är het e Plastigsack unger syre Jagge versteckt u dä itz mit eme Jutz füregnoh. U chum hei mir gmerkt, was är im Schild füehrt, het är dä Bitz Plastig usbreitet u isch höcklige ds Bord ab grütscht. Hui, isch das gange! Die angere Chind sy lut mit lache u rüefe hingernache gsprunge!

D Chrüpfe
U es paar Tag später het mi der Peterli grad no einisch überrascht. Churz vor em Vernachte isch es passiert, wo über der Egg der Aabestärn het afa glitzere. Und am Adväntschranz uf em Stubetisch hei itz scho drü Cherzli brönnt. «Grosätti, chum lueg, schnäll, schnäll!», het Peterli grüeft u denn zu der Tanne zeigt. U würklich, dert isch öppis gange. Es ganzes Grüppeli vo Reh isch uf em Wäg vo eim Waldrand zum angere bir Tanne verby cho u het dert e Momänt still gha. Villecht hei sy am Bode unter de wyte Escht no öppis z’frässe gfunge. Oder si hei eifach still gha zum warte. U tatsächlich isch e Momänt später no eis vo dene schöne bruune Tierli vor em dunkle Waldrand uftoucht. «So mängs Reh han i im mim Läbe no nie gseh», het Peterli ganz ufgregt grüeft u het mit grosse Ouge zum Hoger ufe gluegt Der Peter het drum Tier gärn gha, das het mir a däm Bueb immer bsungers guet gfalle.

steinberg

Du chönntisch ihne öppis vom Höi bringe, die Tier hei itz gwüss o Hunger, han i druf zu Peter gseit. U der Bueb, aber o die angere Ching sy begeischteret gsi vo dere Idee. Scho am angere Morge hei mir us es paar Brätter u Stäcke e eifachi Chrüpfe zimmeret u se zäme zur Tanne brunge. Miriam, Peter u die angere Ching hei druf e Arfete Höi der Hoger uf treit und i die Chrüpfe gleit. I ha derby zuegluegt u müesse stuune, wie die Bursch das Höi sorgfältig, ja grad adächtig i das Holzgstell ine büschelet hei. Druf sy mir wider düre e Schnee der Hoger ab. Won es het afa dämmere, hei d Ching immer wider zur Tanne gluegt, ob nid öppe eine vo dene Waldbewohner z’gseh isch. Aber nüt isch passiert.

Gli druf, am nächschte Tag, es isch no immer klar gsy u het nüt gschneit, isch am Morge es Reh us em Wald cho. U denn no eis. Beidi si zur Tanne, hei vorsichtig am Heu gschnupperet u denn es paar Bitze usezupft. Zwöi witeri si druf zwüsche de Waldtanne fürecho u hei sich derzue gsellt. Plötzlich si es es halbs Dotze Reh um die Chrüpfe ume gstande. U es isch chum e halb Stund vergange, da isch ds ganze Höi furt gsy u d Reh si wider im Schutz vom Wald verschwunde. O am nächste Tag hei d Ching die Reh dörfe füetere. So si die Tage vo der letschte Adväntwuche vergange, die heilige Nacht u Wiehnachte sy cho. Am Tag vom heilige Abe isch es es läbigs Cho u Ga gsi. Mängs het müesse vorbereitet si u d Ching sy läbig u voller Erwartig dür ds Hus i und us: «Hüt chunt ds Christchind, scho hüt am Aabe!» Ersch im Verlouf vom Namittag isch es ruhiger worde, D Mönsche si still worde und es isch eim vorcho, als wärd d’Ärde a däm gsungere Aabe, vo öppis heiligem berüehrt.

Aber plötzlich isch Peterli cho z’springe, er het e Sack mit Höi derby gha u isch gäg em Hoger zue. Peter, wo wosch de no hi, han i gfragt, won är düre e Schnee isch. «Mit em Höi zur Chrüpfe», het är gantwortet und isch mit ärschtige Schritte der Bärg uf. Aber denn het är no einisch zrügg gluegt un gseit: «D Reh messe doch o Wiehnachte ha.»

Spät i der Nacht, d Ching si scho lang im Bett gsy, da han i no einisch dür ds Fänschter zu mire Tanne gluegt. D Cherzli am Boum i der Stube, die si erlosche, ganz still isch es im Huus worde. Aber dert, bi der Tanne, dert het öppis angers glüchtet, d Stärne. Mänge dervo het dür d Escht glitzeret u es het usgseh, als ob da e grosse Wiehnachtsboum uf der Egg steit. Aber wie isch de das mit dene Stärne? Hei die nid o glüchtet, wo der Heiland isch uf d Ärde cho? Die gliiche Stärne si es doch gsy, wo d Hirte u d Chünige i dere Nacht hei gseh. U i däm Momänt isch es mir vorcho, dass all das, wo i der heilige Nacht isch passiert, ganz nach zu üs häre isch cho.

Wiehnachtsgruess

Wie hei mir doch gstuunet, wo mir i d Stadt si cho, zum es Gschänkli choufe. I de Läde, uf de Gasse und uf de Plätz isch es emsigs Tribe gsi. Es wirbligs Dürenang, wie mirs chum schon einisch hei erläbt. I de feschtlich gschmückte Waarehüser isch Wiehnachtsmusig z ghöre gsi, bald jedes Regal isch feschtlich gschmückt worde, zum all dene schöne Sache, wo da sy verchouft worde, e eigete, feschtliche Glanz z’gäh. D Bsuecher im Lade hei zuegriffe u vor de Kasse het es wäg de vile Chöifer e Schlange gäh. U zwüsche all de Girlande, glänzige Chrugele u Wiehnachtsböimli het da u dert e Verchöiferin hinger der Ladetheke müed usgseh, het druf blanget, dass der Füürabe itz de gly chunt.

Läbhaft zue u här gange isch es o uf de Märitplätz. Bim Handwärchermärit isch üs der fein Gschmack vo Öpfelpunsch u Glüehwy i d Nase gstyge. Bi eim Stang het es nach Läbchueche gschmöckt, bim nächschte nach Öpfelchüechli. D Märithüsli sy mit Tannchrys und lüchtende rote Bänder heimelig gschmückt gsy, es isch eim vorcho, wie wenn me über d Schwelle von ere ganz andere Wält trappet wär. Schön drechslereti Holztäller, Gschirr us Ton wo i allne Farbe glüchtet het u weichi Sache us lüchtender Märliwule. Mängs Gschänkli isch hie schön verpackt worde für sy Platz unger em Chrischtboum.

Ungerdesse het es i der Stadt immer meh Lüt gha, es isch hektischer, ds Tämpo schneller worde. Uf em grosse Platz im Zentrum, dert wo jedi Wuche dür ds Jahr Märit isch, het sich itz doch e närvösi Stimmig feschtgsetzt, wie der Winternäbel i der Dämmerig. Lüter isch es worde, mit het guet gmerkt, dass es Mönsche het, wo sich vorgnoh hei, grad a däm Tag no es Gschänkli z organisiere. Aber, wo blybt i all däm Uf und Ab d Wiehnachtsstimmig? Nüt meh isch z gspüre gsy vo Stilli, vo der hälle inere Fröid uf ds Geburtstagsfescht vo Jesus Chrischtus.

Aber denn isch öppis passiert. Uf einisch sy hälli Trompetekläng z ghöre gsy. E Kapälle vo der Heilsarmee het sich unger de Loube uufgstellt u die erste Takte vo «Hört der Engel helle Lieder» gspilt. E klari, strahlendi Melodie het der ganz Platz erfüllt:

«Hirten sagt, was ist geschehen,
was tun uns die Engel kund?
Alles leid kann jetzt vergehen
auf dem weiten Erdenrund.
Gloria in excelsis deo…»

Was doch Musig alles cha verändere, verändere i wenige Ougeblicke! Uf einisch het sich e heilige Rueh über em Platz usbreitet u het däm Hetze u Haschte sanft d Geisle us der Hang gnoh, wenn o nume für es paar Minute. Wie het das guet tah! Mönsche sy blybe stah, hei d Täsche uf e Bode gstellt u mit entspannte Gsichtszüg hei si dene wunderschöne Wiehnachtslieder zueglost. Es isch eim vorcho, als sige die Ängel z ghöre, wo scho vor zwöituusig Jahr zu de Hirte gsunge hei: Fride uf Ärde für alli Mönsche. U während sich d Dezämbernacht langsam über d Stadt gsänkt het, isch gwüss im mänger Seel es Wiehnachtsliecht azündet blybe.

I wünsche euch es frohs, gsägnets Wiehnachtsfescht und es glücklichs nöis Jahr! U danke, dass Dir mi Blog bsuechet.

Es Gschänkli us em Ämmitau

In der Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Matthäus lesen wir von drei Weisen, die den Weg nach Betlehem fanden, als Maria in einem ärmlichen Stall am Rande des Dorfes ihrem ersten Kind das Leben schenkte. Am Nachthimmel leuchtete ein heller Stern als sichtbares Zeichen für alle Menschen, dass der lange erwartete Messias geboren ist. Die Himmelserscheinung war es, die den drei Sternkundigen den Weg wies, in der Bibel werden sie auch Könige genannt. Und eine spätere Tradition gibt jedem von ihnen einen Namen: Kaspar, Melchior und Balthasar. Als die drei Weisen den Stall mit Maria, Josef und dem Kind fanden, brachten Sie kostbare Geschenke mit: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Soweit wir uns erinnern können, begleitet dieser schöne Brauch das Weihnachtsfest, Menschen beschenken sich, um der Wertschätzung, die sie füreinander empfinden, Ausdruck zu geben. Und als Erinnerung an das grosse Geschenk, das Gott den Menschen gemacht hat. Nach einer Pause gibt es auf diesem Blog wieder ein paar Ideen für Weihnachtsgeschenke. Wie schon in älteren Beiträgen steht auch diesmal das regionale Handwerk im Vordergrund.

Kunsthandwerk aus der Drechslerei Aebi

Drechslerei Aebi Die hölzernen Kunstwerke der Drechslerei Aebi konnten schon am Weihnachtsmarkt in Huttwil bewundert werden. Zum umfangreichen Sortiment gehören Kerzenständer in verschiedenen Formen, Schalen, Holzpilze, Spiralkugeln und vieles mehr. Es ist feinste Drechslerkunst, verbunden mit Kreativität und viel Erfahrung in der Bearbeitung verschiedener Hölzer. Geschenke aus Holz sind etwas besonderes, sie fühlen sich angenehm an; nie gibt es zwei Stücke, die genau gleich sind. Und während ein schönes Geschenk aus Holz mit den Jahren seine Farbe verändert, bleibt etwas anderes immer gleich: die Freude, die solche Geschenke bereiten.

Gschänkidee usem Ämmitau

Gschänkidee

Wussten Sie schon, was ein «Eggiwilerli» ist? Oder ein Emmentaler Bettmümpfeli? Beides sind regionale Delikatessen, die in einem neuen Online-Shop angeboten werden. Die «Gschänkidee» von Karin Friedli ist einer der grössten Inernet-Läden mit Produkten aus dem Emmental. Zu finden gibt es eine erstaunliche Vielfalt erlesener Delikatessen, aber auch Kunsthandwerk, Gebrauchsartikel und schöne Spielsachen aus Holz. Alle Produkte werden detailliert vorgestellt – und schöne Fotos machen den Besucher «gluschtig». Speziell vorgestellt wird zurzeit das Haflingerzentrum in Trachswald. Gerade für den kommenden Winter gibt es spezielle Angebote. Zum Beispiel eine romantische Kutschenfahrt durch das winterliche Emmental.

Schlaraffenland

SchlaraffenlandMitten im Dorf Rüderswil befindet sich das Schlaraffenland. In dem hübsch und einladend gestalteten Lokal hält der Name, was er verspricht: Das Schlaraffenland ist ein Paradies für alle, die gerne kulinarisch verwöhnen und sich verwöhnen lassen. Zum reichhaltigen Sortiment gehören neben regionalen Produkten auch Delikatessen aus fernen Ländern, exotische Tees und Gewürze.