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Näbel

Hüt het mi der Wäg vom Dorf ewägg a Waldrand gfüehrt. Un wo ni zrügg ha gluegt, isch es gsi, als ob ds ganze Dorf verschwunde wär. Verborge hinger em e lüchtende Schleier, hinger wissem Morgenäbel. Mini Ouge hei nümme gseh, was doch da isch. Aber, wenn d Sunne der Näbel uufglöst het, isch ds Dorf wider da. Angers aber, isch da, doch üser Ouge chöis nid gseh.

Won es du am Mittag zue isch gange, het d Wermi vor Sunne der Näbel mache z’gah. E hälle und farbige Herbschttag het sich zeigt, het Härz u Oug erfreut! Itz cha i alles gseh, bis wyt i d Färni, bis zum Horizont. U was isch hinger em Horizont? Ja, i weiss, was hingedra chunt; aber doch frag i mi o: Gloube i a das, wo mini Ouge nie chöi gseh?

Vor 2000 Jahr, da het e Wanderprediger gläbt. Dä het üs gseit: Gloubet, o wenn dir nid chöit gseh. Wenn dir gloubet, de git es kei Näbel meh vor eune Ouge, dir chöit d Wält gschoue, so wie der Herrgott se erschaffe het, mit all siner Pracht. U wenn dir gloubet, de chöit dir no vil meh gseh, wenn dir Vertroue zu mir heit, der chöit dir Gott sälber gseh.

Winter auf dem Steinberg

Winter auf dem Steinberg

Dieses Photo wurde am 2. Januar 2020, vormittags um 10 Uhr aufgenommen. Auf den Bäumen hat sich während der Morgendämmerung dichter Reif gebildet, der nun im Sonnenlicht glitzert. Auf der linken Seite ist noch Nebel zu sehen, der sich gerade auflöst.