Archiv der Kategorie: Rüderswil

Kartoffeln 2018

Das sind die Kartoffeln für dieses Jahr: Rote Emalie, Blaue St. Galler (beide Pro Specia Rara), Agata und die allseits bekannte Charlotte aus der Landi. Wenn alles gut geht und die Pflanzen gedeihen, kann im August geerntet und eine schöne Röstiplatte zubereitet werden. Das Foto zeigt eine Kartoffelblüte vom Sommer 2017.

Ortsverein wird 100 Jahre alt

Im kommenden Jahr kann der Ortsverein Rüderswil auf sein 100-jähriges Bestehen zurück blicken. An der Hauptversammlung vom 27. April in der Pfrundscheune beschlossen die Vorstandsmitglieder, dass dieses Jubiläum gebührend gefeiert werden soll. «Wie wir feiern werden, können wir jetzt noch nicht sagen», erklärte der Vereinspräsident Hanspeter Siber, es seien Veranstaltungen vorgesehen, die alle Menschen ansprechen. Der Ortsverein Rüderswil organisiert zahlreiche Anlässe durch das Jahr und engagiert sich für die Verschönerung des Dorfes. Er konnte vor einem Jahr eine Ehrung der Gemeinden Lauperswil und Rüderswil entgegennehmen.

Fahnen werden am Kandelaber aufgehängt
Wenn in Rüderswil gefeiert wird, werden an den Gebäuden entlang der Dorfstrasse Fahnen aufgehängt. Dies ist jedoch nicht unproblematisch, da sich immer wieder Fahnen aus ihrer Verankerung lösen; bei starkem Wind kann es Gebäudeschäden geben. Der Verein beschloss deshalb, 20 Fahnen zukünftig an den Kandelabern zu befestigen. Die Beflaggung der Kirche und des Leuenberger Denkmales werden nicht verändert. Der Kostenvoranschlag für die Anpassung beträgt 4500 Franken, die Einwohnergemeinde unterstützt das Projekt mit 1000 Franken.

Stephan Siegenthaler hat als Mitglied im Vorstand demissioniert, seine Nachfolgerin ist Corinne Wittwer, die einstimmig gewählt wurde.

Homepage Ortsverein Rüderswil: www.ortsverein-ruederswil.ch

Rüderswil sagt Ja zum Bürgerbus!

Bürgerbus

Nun ist es definitiv: Der Rüderswiler Bürgerbus darf weiterfahren. Die Stimmberechtigten bewilligten die Einführung ab dem 1. August und die damit verbundenen wiederkehrenden Ausgaben von 180.000 Franken. Das Verdikt war mit 499 zu 236 Stimmen deutlich. Zur Volksbefragung kam es, weil ein Einwohner gegen den Entscheid zugunsten des Bürgerbusses an der Einwohnergemeindeversammlung Beschwerde einlegte. Der Gemeinderat entschloss sich darauf, die Stimmberechtigten an der Urne entscheiden zu lassen.

Es kam in der Folge zu einem Tauziehen zwischen dem Gemeinderat einerseits und einem Bürgerko­mi­tee Rüderswil/Zollbrück andererseits. Das Komitee verteilte Flyer in alle Haushalte und warb für die Einführung eines Schulbusses anstelle des Bürgerbusses. Der Gemeinderat nahm darauf Stellung und verteidigte das Bürgerbus-Projekt. Die Volksbefragung wurde zudem in den Medien thematisiert.

Das Dorf Rüderswil, das bisher nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden konnte, hat mit dem Bürgerbus Anschluss an Zollbrück und Lützelflüh. Von dort aus gibt es Bus- und Zugverbindungen in die umliegenden Orte und zu den nächsten grösseren Bahnhöfen. Der Bürgerbus wird zugleich als Schulbus genutzt. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Gemeinde Rüderswil zu finden.

Reito und Ruodheri

Vor kurzem erschien auf diesem Blog ein Beitrag über ein Referat von Jonas Glanzmann. Er berichtete über die geschichtliche Entwicklung des Emmentals, über steinzeitliche Funde und über Burgen, die schon im siebten Jahrhundert entstanden sind. Natürlich darf man sich dabei nicht hochmittelalterliche, steinerne Bauwerke mit Zinnen, Türmen und wehenden Bannern vorstellen. Vielmehr haben wir es hier mir Erdburgen zu tun, auf denen hölzerne Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude standen. In
Rüderswil gibt es mindestens vier Burgstellen: Im Toggelbrunnen, auf dem südlich vom Dorfkern gelegenen Zwingherrenhoger und in Schwanden, wo die Überreste einer Erdburg westlich des Dorfkerns zu finden sind. Hinzu kommmt die im Jahr 2016 von Jonas Glanzmann entdeckte «Burg Knubel» im Feld unterhalb des Dorfes. Gemäss dem Geschichtsforscher dürfte sie bereits im siebten oder achten Jahrhundert entstanden sein, im Zuge der alamannischen Besiedlung also.

Beim Zwingherrenhoger RüderswilBeim Zwingherrenhoger in Rüderswil

Diese Entdeckung wirft ein neues Licht auf die Geschichte des Terassendorfes Rüderswil, die Oberemmentaler Gemeinde könnte älter sein als bisher angenommen. Und der Knubel wirft erneut die Frage auf, wann das Emmental besiedelt wurde. Auf der Homepage der Gemeinde Langnau ist eine Seite zur Geschichte der Region zu finden. Dieser zufolge gab es im Emmental keine voralamannische Siedlungsaktivitäten. Und ferner: «Bodenfunde aus früheren Epochen stammen wahrscheinlich von nomadisierenden Jägern». Wann aber genau kamen die Alamannen ins Emmental?

Jaggi, Arnold: Helvetier, Römer und Alamannen

Jaggi, Arnold: Helvetier, Römer, Alamannen

Eine Antwort auf diese Frage gibt – nebst zahlreichen anderen Quellen – ein hübsches Geschichtsbuch aus dem Jahr 1968. Es richtet sich an jugendliche Leser, was natürlich nicht heisst, dass auch Erwachsene es lesen dürfen! Verfasst hat das rund 230 Seiten starke Buch Arnold Jaggi, der Titel ist etwas lang geraten: «Helvetier, Römer, Alamannen und der Sieg des Christentums in unserem Lande». Das gebundene Werk ist mit 76 schönen Federzeichnungen von Mark Adrian illustriert. Wie es der Titel schon andeutet, handelt das Buch von der keltischen Bevölkerung in der Schweiz, von der (freundlich ausgedrückt) römischen Einflussnahme und von den Alamannen, einer vorwiegend im südlichen Deutschland ansässigen Volksgruppe, die in die Schweiz einwanderte. Im Buch sind Illustrationen zu finden, die einen guten Eindruck davon vermitteln, wie eine alamannische Siedlung im siebten Jahrhundert ausgesehen haben könnte.

Seien wir ehrlich: Beliebt waren die Alamannen in der Schweiz des dritten Jahrhunderts nicht! Denn sie zogen von Norden her kommend plündernd und brandschatzend durch Schweizer Städte und Dörfer! Nur mit Mühe konnten römische Truppen die aufmüpfigen Alamannenhorden wieder über die Alpen und dann über den Rhein zurück drängen! So herrschte relative Ruhe im Gebiet der heutigen Schweiz, da die Römer starke Grenzfestungen errichteten und die Aggressoren damit fernhielten – vorerst jedenfalls! Unruhig wurde es spätestens im frühen fünften Jahrhundert wieder, schuld daran waren diesmal die Westgoten, die nach Oberitalien eindrangen. Der erst 17 Jahre alte weströmische Kaiser Flavius Honorius benötigte dringend Truppen, um diesen Vormarsch zu stoppen. Also zog er Soldaten von der Grenzfestung im Norden Helvetiens ab. Und lud damit die Alamannen ein, in die Schweiz einzuwandern, was diese auch rasch und in grosser Zahl taten! Warum dieser Landhunger? Ganz einfach, auch die Alamannen wurden von germanischen Stämmen aus dem Norden bedrängt und das Schweizer Mittelland versprach ebenes und fruchtbares Land. Den Drang nach Süden in ein besseres Klima verspürten auch die Helvetier Jahrhunderte zuvor, als sie ihr angestammtes Wohngebiet in den Alpen verliessen und nach Süden zogen. Jeremias Gotthelf berichtet von so einem Zug im seiner Geschichte «Der Druide».

Münze mit Kaiser Flavius Honorius

Hatte keinen leichten Stand: Kaiser Honorius (Quelle: Wikipedia)

Arnold Jaggi berichtet bildhaft und spannend, was nach der Grenzöffnung geschah: «Sie wanderten nicht in Gruppen oder Haufen, wie es sich gerade traf, sondern die Verwandten zogen miteinander. Je sieben, acht oder zehn bis zwölf verwandte Familien bildeten eine Sippe.» Die ansässigen Helvetier und Römer mussten zusehen, wo sie bleiben, denn gemäss Arnold Jaggi waren die Alamannen nicht zimperlich: Sie vertrieben die Einheimischen oder versklavten sie; Dörfer und Höfe wurden wurden mit gut vorbereiteten Angriffen besetzt und niedergebrannt, das Land okkupiert. Und nun bauten die Alamannen ihre eigenen Dörfer, idealerweise dort, wo genügend Wasser zu finden war. Der Sippenführer rammte einfach als Zeichen der Besitznahme am gewählten Ort seinen Speer in den Boden. Eine frühmittelalterliche Grundbuchanpassung auf alamannisch! Das Buch vermittelt an dieser Stelle auch sehr schöne Schilderungen weiterer Bräuche unserer Altvorderen. So befand sich im grossen Wohnhaus bei der mittleren Firststütze ein Ehrenplatz, auf dem der Familienvater oder ein Gast thronte. Apropos Wohnhaus. Die Häuser waren mit weiten, bis fast zum Boden reichenden Walmdächern aus Stroh abgedeckt. Die Ähnlichkeit mit dem typischen Emmentaler Bauernhof ist unverkennbar! Das Buch enthält bei der Schilderung des alamannischen Dorflebens auch eine hübsche Anekdote. Sie erzählt vom Sippenältesten Reito, der sich mit einem Einheimischen anfreudete, dieser lehrte ihn vieles über die römische-helvetische Landwirtschaft.

Alamannisches DorfAlamannisches Dorf (Bildquelle: Arnold Jaggi, Mark Adrian)

Es folgt nun ein wichtiger Abschnitt, der den Kreis zum Beginn und zu den alamannischen Burgen im Emmental schliesst. Auf Seite 148 des Buchss steht, dass die Zahl der Alamannen in der Schweiz immer mehr zunahm. Es entstand etwas, das wir heute «Dichtestress» nennen würden. Also wanderten viele Familien und Dorfgemeinschaften in die Alpentäler ein und machten diese urbar. Dabei dürften sie auch in das hügelige und damals in weiten Teilen bewaldete Emmental vorgedrungen sein. Das Schachengebiet mieden sie vorerst, da dieses sumpfig war und immer wieder von der Emme überschwemmt wurde. Aber die Terassen boten ideale Verhältnisse zum Errichten eines Dorfes. Wie es im Gebiet von Rüderswil weiterging, wissen wir: Ruodheri, ein alamannischer Sippenführer, kam mit seiner Gemeinschaft auf die sonnige Terasse bei Rüderswil. Er sah sich eine Weile um, dann nickte er zustimmend mit dem Kopf und nahm den Speer zur Hand…

Wann geschah dies? Gemäss der Rüderswiler Chronik in der Zeit zwischen 850 und 900. Es ist aber gut möglich, dass die alten Rüderswiler schon etwas früher auftauchten! Der Fund von Jonas Glanzmann jedenfalls spricht dafür.

Zum weiterlesen:
Weltwoche: Die Helvetier
Heinz J. Moll: Erdwerke in der Region Bern / Band 2

Das Emmental als Burgenland

«Geschichte hat mich schon immer interessiert», erklärte Jonas Glanzmann bei einem Vortrag in der Rüderswiler Pfrundscheune. Er nahm eine Einladung der Kirchgemeinde an und blickte bei seinem rund 90 Minuten dauernden Referat tief in die Vergangenheit des Emmentals. Begonnen habe sein Interesse für Geschichte schon in der Jugend, als er in Bachläufen Gold wusch. Seine Aufmerksamkeit habe dann aber nicht nur das begehrte Edelmetall geweckt, sondern auch verschiedene alte Gegenstände, die er im Bachbett entdeckte. «Da hat es mich gepackt» gestand der Geschichtsforscher.

Burgstelle entdeckt
Das Dorf Rüderswil ist Jonas Glanzmann in guter Erinnerung, denn vor zwei Jahren entdeckte er im Feld eine bisher unbekannte Burgstelle. Wie aber kam es zu diesem aussergewöhnlichen Fund? Jonas Glanzmann: «Ich habe eine Karte aus dem Jahr 1727 betrachtet. Am linken Emme­ufer, ungefähr gegenüber von Ranflüh, ist mir dann die Bezeichnung ‹Schloss Knubel› aufgefallen.». Der Forscher aus Thun begab sich zu der markierten Stelle und konnte tatsächlich eine Burgstelle aus dem 7. oder 8. Jahrhundert nachweisen. Gemäss Glanzmann fällt die Burg damit in die Zeit der allemannischen Besiedlung und ist ein Indiz dafür, dass Rüderswil älter ist, als bisher angenommen.

1000 Jahre alte Schenkungsurkunde
Fesseln konnte der Thuner Historiker die Zuhörer auch mit seinen Ausführungen zum Weiler Doggelbrunnen. Dieser wird schon im Jahre 1004 in einer Schenkungsurkunde des Lenzolo erwähnt. Bis heute sind beim Doggelbrunnen Schanzanlagen zu erkennen, die Zeuge dafür sind, dass hier einst eine frühmittelalterliche Burg stand. «Eine Burg ist ein befestigter Wohnsitz, der einem Angehörigen des niederen Adels gehörte« erklärte Glanzmann und zeigte auch Bilder, die einen Eindruck davon vermittelten, wie die aus Holz gebauten Wohn- und Wirtschaftsgebäude ausgesehen haben könnten. Zu der Anlage dürfte auch eine Letzi gehört haben, eine Talsperre also, mit der die Passage kontrolliert werden konnte. Zur damaligen Zeit war der Emmenschachen grösstenteils nicht begehbar, da er sumpfig und oft überschwemmt war. Deshalb führten die ersten Wege durch das Emmental über die Terassen und Eggen.

Weiler DoggelbrunnenBlick auf den Doggelbrunnen (Bild: Google Earth)

Von Norden nach Süden
Es ist gerade das alte Wegsystem des Emmentals, dem Jonas Glanzmann grosse Aufmerksamkeit schenkt. Auf einer Karte zeigte er, wie die politischen Machtverhältnisse im frühen Mittelalter waren. Das Emmental befand ich im Einflussbereich der Burgunder im Westen, aber auch der schwäbischen Machthaber. Das Emmental bot sich damals für einen alternativen Nord-Süd Transit an, was gut erkennbar wird, wenn auf einer Karte die Standorte alter Kirchen und Burgen eingezeichnet werden. Glanzmann markierte die Ortschaften mit verschiedenen Farben, so dass deutlich zu erkennen ist, wie alle Standorte sich auf ein Wegsystem ausrichten. «Burgen wurden nicht einfach irgendwo gebaut» erklärte Glanzmann dazu. Sie seien vielmehr dort entstanden, wo die strategische Lage günstig war. Und stets in unmittelbarer Nähe eines wichtigen Verkehrsweges.

Das Emmental habe eine erstaunlich hohe Dichte an Burgen gehabt, resumierte Jonas Glanzmann. Der Forscher bleibt gemäss eigenen Angaben auch weiterhin auf den Spuren der Vergangenheit in der Region. Sicher wird Jonas Glanzmann noch für einige Überraschungen sorgen. Sein neues Buch, «EINE LANDSCHAFT ERZÄHLT GESCHICHTE», wird im kommenden April erscheinen.

Weitere Infos: www.historiarum.ch

Rüderswiler Winternacht

Rüderswiler Winternacht

Die Aufnahme entstand am 17. Dezember auf einer Anhöhe über dem Ausserdorf. Um ca. 17.15 Uhr, noch bevor die Dämmerung in Nacht überging und die Lichter im Dorf deutlich erkennbar wurden. Der Blaustich ist gewollt. Verwendete Kamera: Sony DSC RX100 M3. Einstellungen: Blende: f/2.8, Verschluss: 1/8, Brennweite: 18.89mm, ISO 800.

Frühlingserwachen


Leuchtende Forsythien, Knospen, die sich öffnen und blühen wollen, das erste Schaumkraut. Immer mehr Frühlingsboten erwachen und künden von der schönen Jahreszeit. Auf einem Spaziergang von Rüderswil nach Mützlenberg und über die Burg zurück konnte das frische Erblühen schön beobachtet werden. Das Foto entstand auf dem Hinter-Blindenbach. Ganz rechts ist im Wald die Burgruine zu sehen. Der Weg, der an ihr vorbeiführt, endet am unteren Ende des «Schlyferstutz». Von dort führt die Hauptstrasse wieder nach Rüderswil oder nach Zollbrück, Lauperswil und Langnau.

Ein Wintermorgen in Rüderswil

Rüderswil

Bei eisigen Temparaturen ging die Sonne heute Morgen über der Grossmatt auf. Die ersten Strahlen fielen auf das Dorf und verzauberten alles mit einem strahlend weissen Licht, das über den Schneefeldern zu leuchten begann. Und dann, noch im ersten Tageslicht, bildete sich Biecht, so dass die Baumäste aussahen wie leuchtende Kristalle.

Ein schönes Bild bot das Dorf vom Steinberg aus gesehen. Über der Schneelandschaft strahlt ein blauer, wolkenloser Winterhimmel und das Licht fällt schräg schräg vom Osten auf das Dorf.

«Das isch der Stärn vo Bethlehem»

Als Jesus in einem Stall in Betlehem geboren wurde, da fanden drei geheimnissvolle Weise aus dem Morgenland den Weg zur Krippe. Sie kannten eine alte Überlieferung, die die Ankunft eines grossen Königs prophezeite. Ein leuchtender Stern am Himmel sei das Zeichen seiner Ankunft. Auf diese biblische Erzählung im Matthäus-Evangelium geht das Sternsingen zurück. Kinder gehen am 6. Januar von Türe zu Türe, singen christliche Lieder und bringen Gottes Segen. In dieser Tradition verwurzelt ist auch das Sternsingen Langnau. Seit 20 Jahren singen Kinder und Erwachsene am Dreikönigstag an über 100 Stationen in Langnau und Umgebung und halten damit eine schöne alte Tradition am Leben.

Sternsingen

Heuer traten die Sternsängerinnen und Sternsänger erstmals auch in Zollbrück auf. Ab dem späten Nachmittag besuchten sie das Dändlikerhaus in Ranflüh und das Dahlia in Zollbrück. Weitere Auftritte gab es auf dem Parkplatz vor dem Restaurant zur Brücke und auf dem Vorplatz des Restaurant Sternen. Um 17.30 Uhr trafen die Sternsänger vor dem «Pintli» ein, zahlreiche Besucher erwarteten sie dort schon. Die Kinder stellten Laternen auf und bald entstand eine Atmosphäre, die so still wie auch feierlich war. Und dann erklang ein altes, vertrautes Weihnachtslied durch die Winternacht:

«Das isch der Stärn vo Bethlehem. Mached euch uuf u folged däm.
Es isch der aller schönschti Stärn. Chömed ihr Lüt vo nah und färn.»

Eine neue Sitzbank für die Krämerhauslinde

Sitzbank bei der Krämerhauslinde

Kirchgänger lassen sich hier gerne nieder und Hochzeitspaare schätzen den Platz für idyllische Fotos. Doch die alte Bank um die Krämerhauslinde ist in den letzten Jahren morsch geworden. Sie wurde deshalb vom Ortsverein Rüderswil vollständig erneuert. Zusammen mit dem Bauunternehmen Hans Schmid wurden massive Betonsockel gegossen und mit Bänken aus Eichenholz verbunden. Gemäss Hanspeter Siber, dem Präsidenten des Ortsvereines, ist die neue Bank robust und wird viele Jahre halten.

Dorflinden in Rüderswil:
Krämerhauslinde. Direkt beim Krämerhaus, oberhalb der Kirche. Ca. 300 Jahre alt.
Alte Leuenbergerlinde. Oberhalb der Pfrundscheune. Ca. 450 Jahre alt.
Junge Leuenbergerlinde. Zwischen Pfarrhaus und Friedhof. Drei Jahre alt.