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Der kleine Bruder der ToDo App

ToDo Apps wie TickTick, Any.Do oder auch GTasks sind eine feine Sache. Sie erleichtern das Verwalten anstehender Aufgaben ungemein und schaffen im Kopf Freiraum, so dass wir uns auf anderes konzentrieren können. Im Wissen, dass wir über bevorstehende Aufgaben rechtzeitig informiert werden. Einen kleinen Fehler haben aber die meisten dieser Apps: beim Erfassen von Aufgaben, die sich im Tages- oder Wochenrythmus wiederholen, sind sie etwas weniger flexibel. Aber eigentlich reden wir hier eher von Gewohnheiten, wie etwa dem regelmässigen üben auf der Gitarre, dem Joggen unter der Woche oder dem Vitaminpräparat, dass auf dem Frühstückstisch nicht fehlen sollte (meine jüngeren Mitarbeiter erinnern mich hin und wieder daran, es nicht nicht zu vergessen. In ganz fürsorglicher Absicht, versteht sich…)

Anzeige einer Statistik im Loop Habit Tracker

Eine App, die das Einhalten von Gewohnheiten unterstützt, heisst «Loop Habit Tracker». Wie der Name es schon sagt, dreht sich alles um Gewohnheiten; solche, an denen wir festhalten wollen aber auch solche, die wir lieber loswerden möchten! Die App funktioniert denkbar einfach: In ein Liste können Dinge eingetragen werden, die wir regelmässig erledigen möchten: Liegestützen am Mittag, Üben mit dem Musikinstrument, etc. Und den Intervall: täglich, wöchentlich oder mehrmals der Woche. Zur besseren Übersicht kann jedem Eintrag eine eigene Farbe zugewiesen werden. In bezug auf die Einstellungen war es das auch schon. Der Habit Tracker besticht diesbezüglich durch Einfachheit und, was genau so wichtig ist, durch ein gefälliges Design.

Natürlich ist dieses praktische kleine Tool nur dann wirklich hilfreich, wenn die erledigten Aufgaben auch regelmässig abgehakt werden. Und der Tracker erleichtert dies, indem er in Form von grafisch aufgearbeiteten Statistiken eine kleine Belohnung bietet. So kann beispielsweise geprüft werden, wie oft eine gestellte Aufgabe in den vergangenen Wochen erfüllt wurde, oder eben nicht. Wer es gerne sportlich mag, kann auf «Best streaks» achten. Hier wird ermittelt, in welchen Zeitperioden eine gestellte Aufgabe am regelmässigsten erfüllt wurde.

Wer wie ich an Migräneanfällen leidet, sollte ein Protokoll über die «Gewitter im Kopf» führen. Denn Migräneanfälle sagen einiges aus über die eigene physische (und psychische) Verfassung. Häufen sich die Attacken, dann ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich in bezug auf die Gesundheit etwas verändert hat. Und es ist ein guter Moment, die eigenen Gewohnheiten genauer zu betrachten. Der «Loop Habit Tracker» hilft bei beiden: Beim Führen eines Migräneprotokolles und beim prüfen der Gewohnheiten.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Der Habit Tracker speichert alle Daten in einer SQLite Datenbank auf dem Smartphone. Das bedeutet, dass beim Verlust des Gerätes alles verloren geht. Wer den Tracker nutzen will, sollte daher regelmässig Backups erstellen. Das Programm erleichtert dies, indem es eine Funktion zur Sicherung der Daten anbietet.

I möcht…

I möcht wider einisch, wenn e warmi Summersunne am Himmel steit,
Es Mätteli finde, wo’s nach früschem Gras u Blueme schmöckt,
Wo me d Beieli ghört summe u am Waldrand d Amsle ghört liede.

I wett chönne härelige u d Wermi am Bode dörfe gspüre,
Möcht d Arme usbreite u über mir der blau Summerhimmel gseh.
U möcht mit all mim Sy ds Wunder vom däm schöne Tag erläbe.

Aufgaben verwalten mit Any.Do

Zur Verwaltung anstehender und zu erledigender Aufgaben genügt schon ein einfaches Blatt Papier und ein Bleistift. Es kann aber auch ein digitaler Aufgabenplaner verwendet werden. Der bietet viele praktische Zusatzfunktionen und Automatismen.

Wir benötigen sie vor allem dann, wenn wichtige Ereignisse bevorstehen: Eine Geburtstagsfeier, Weihnachten oder ein anderes Ereignis zu dem alles mögliche geplant werden muss. So ist eben das Leben, es lässt sich nicht immer planen, aber wer einen Plan hat, ist im Vorteil. Wie reagieren wir auf Unvorhergesehenes? Etwas, das plötzlich alle schön gefügten Pläne auf den Kopf zu stellen droht? Im Vorteil sind die Menschen, die in so einer Situation flexibel sind und zu improvisieren verstehen – aber den Plan dabei trotzdem nicht vergessen. Wie es schon Epiktet sagte: Wenn du auf einer Schriffsreise bist und das Schiff in einem Hafen einen Zwischenhalt macht, dann geh ruhig von Bord und sieh dich etwas um, vielleicht findest Du am Strand eine schöne Muschel. Aber, vergiss nicht rechtzeitig wieder zurück auf das Schiff zu gehen. Denn die Reise geht weiter.

Durchstreichen macht Spass!
Doch nun zum Thema. Gemeint sind natürlich die Merkzettel oder «Todo» Listen, wie wir sie auch gerne nennen. Auf sie notieren wir alles, was wir vor dem geplanten Ereignis noch zu tun haben. Oder auch im ganz normalen Alltag! Geeignet ist dazu ein einfaches Blatt Papier. Oder – besser – ein Notizbuch. Denn Notizblätter haben die unangenehme Eigenschaft, im alles entscheidenden Moment zu verschwinden! Einkäufe machen, etwas abholen, Briefe schreiben, usw. All das wird aufnotiert und, sobald erledigt, durchgestrichen. Gerade das Durchstreichen vermittelt ein gutes Gefühl – schon wieder ist etwas erledigt!

An dieser Stelle muss auch ein wichtiger Aspekt der Aufgabenliste erwähnt werden: Sie funktioniert nur dann, wenn wir diszipliniert damit umgehen. Es muss alles eingetragen werden, was zu zu tun ist, sonst nützt die Liste nichts! Dasselbe gilt übrigens auch für die Agenda.

Notieren, teilen, terminieren
Wer es gerne digital hat, kann auch eines der zahlreichen Programme (auch Apps «Apps») verwenden, die sich dazu sehr gut eignen. Die meisten sind sogar kostenlos nutzbar und bieten zahlreiche Zusatzfunktionen. So können Einträge auf der Liste mit Notizen ergänzt oder auf einen bestimmten Zeitpunkt terminiert werden. Oder sie lassen sich mit anderen Personen teilen. Willkommen in der Welt der sozialen Netze.

Am Markt gibt es zahlreiche Anbieter für Aufgabenplaner. In bezug auf den Funktionsumfang sind sie sich sehr ähnlich, nur bei der Präsentation der Daten und bei der Bedienung gibt es teils gravierende Unterschiede. Einige bieten Ihre App für verschiedene Betriebssysteme (Android, iOS, browserbasiert) und manche sehen die Todo-App lediglich als Teil eines umfangreichen Planungssystems. Für mich war es von Anfang wichtig, dass das Programm einen möglichst einfachen und intuitiven Aufbau hat und sehr leicht bedient werden kann. Denn wenn es kompliziert und langsam ist, hat man irgendwann den «Verleider» und verlässt sich lieber wieder auf das Notizbuch. Ferner war es mir wichtig, dass ich den Planer auf dem Smartphone und auf dem PC in gleicher Weise nutzen kann. Ich habe mich deshalb für Any.Do entschieden. Dieser Aufgabenplaner besticht durch sein übersichtliches Konzept, bei dem stets die Information im Vordergrund steht. Ausserdem können mit Any.Do Aufgaben strukturiert und in verschiedenen Listen abgelegt werden, schon nach wenigen Wochen erkennt man, wie wichtig dies ist!

Any.Do im WebbrowserAny.Do im Webbrowser

Spartanisches Layout
Any.Do gibt es für Android, iOS und als Webbrowser Anwendung resp. Erweiterung. Das gut daran ist, dass Any.Do immer das gleiche, typische Aussehen hat, das Layout ist spartanisch gehalten, neben den Aufgabenlisten werden stets nur die wichtigsten Bedienelemente angezeigt. Damit wird das angenehme Gefühl vermittelt, dass es zwischen Mensch und Information gar kein Programm gibt!

Listen schaffen Ordnung
Damit es losgehen kann, muss zuerst ein Any.Do Konto erstellt werden, alternativ kann auch mit einem Google oder Facebook Konto eingeloggt werden. Anschliessend zeigt Any.Do sofort eine Übersicht der Listen an: Geschäftlich, Privat, Einkaufen, Bücher die ich lesen möchte, usw. Wer will, kann nun als erstes neue Listen erstellen oder diejenigen löschen, die ihm nicht zusagen. Ich habe für mich einige Projektlisten erstellt und einen «Sandkasten», in dem ich Any.Do ausprobieren kann! Das Eintragen von Aufgaben geht mit Any.Do sehr einfach: Zuerst eine Liste auswählen, dann das Plus-Symbol klicken, den Text eingeben – fertig. In vielen Fällen kann die Listenwahl auch entfallen. Any.Do speichert die Aufgaben nun in einer zentralen Datenbank, womit sie auf allen Geräten, auf denen man sich mit demselben Konto anmeldet, angezeigt wird. Eine prima Sache!

Any.Do Aufgabe

Details einer Aufgabe

Das wichtigste zuerst
Wars das schon? Nein, denn nun kann man sich Gedanken über die Priorität machen: Any.Do hat dazu ein sehr simples, aber wirkungsvolles Konzept entwickelt. Jede Aufgabe kann für Heute, Morgen, Später (in zwei bis drei Tagen) oder Irgendwann terminiert werden. Any.Do zeigt dann jeweils am Morgen eine freundliche Erinnerung mit den Aufgaben des laufenden Tages an. Wer es genauer haben will, kann eine Aufgabe minutengenau festsetzen, für den der berühmten Blumenstrauss beispielsweise, der zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeholt werden will. Mit Any.Do kann dass Datum und die Zeit einer Aufgabe bestimmt werden, worauf das Programm rechtzeitig daran erinnert, das Abholen ja nicht zu vergessen!

Erinnerung im Supermarkt
Any.Do bietet bezüglich der Erinnerungen auch eine standortbezogene Option auf dem Handy, was sich gerade beim Einkaufen als sehr praktisch erweist: Ein zu beschaffender Artikel wird mit der Adresse des Supermarktes versehen, wo er zu haben ist. Sobald man dort ankommt, zeigt Any.Do abermals eine Erinnerung: Schnürsenkel nicht vergessen! Wie funktioniert das? Ganz einfach, Any.Do kann den aktuellen Standort ermitteln, wenn die GPS Antenne des Handy aktiv ist und mit Hilfe des Google Kartendienstes auch die Adresse dieses Standortes abfragen. Ist es eine COOP Filiale? Gut, dann los.

Workflow für kleine Gruppen
Was kann Any.Do noch? Eine wichtige Funktion, wie ich meine, sind die Notizen, die zu jeder Aufgabe eingetragen werden können. Gerade bei Aufgaben, die länger dauern, ist dies sinnvoll. So habe ich, als ich mein Chromebook zur Reparatur einsandte, alle Infos wie die Seriennummer oder die Ticket ID in einer Aufgabe «Reparatur» notiert. So kann ich mit Any.Do jederzeit und bequem den Status der Reparatur abfragen.
Weiter offeriert Any.Do einfache Workflow-Funktionen und unterstützt damit Projekt- und Teamarbeit. Aufgaben können mit anderen Benutzern geteilt werden, so dass auch diese Zugriff haben. Sie können Notizen einsehen und haben die Möglichkeit, einer Aufgabe Dokumente jeder Art anzuhängen. Damit können sehr einfach und schnell Dokumente innerhalb einer Arbeitsgruppe geteilt werden.

Vergesse ich nun nichts mehr? Nein, denn dafür gibt es nie eine Garantie, auch nicht mit Any.Do. Aber Any.Do erleichtert das Verwalten und organisieren der anstehenden Aufgaben auf eine sehr praktische und angenehme Weise. Denn wenn ich mein Gedächtnis nicht mit dem Merken von von anstehenden Aufgaben belasten muss, bich ich freier für anderes. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt des Zeitplaners.

Hirz bewirbt Joghurt mit Alphornklängen

Hirz Ohyo Werbung
Hirz «Ohyo» Werbespot (Screenshot: www.hirz.ch)

COOP, TGV Lyria, Singapore Air und Switzerland Cheese Marketing AG. Sie alle nutzen das Alphorn als Werbesujet, oder taten es in der Vergangenheit. Und nun gesellt sich auch der Joghurthersteller Hirz dazu. Mit einer umfangreichen Werbekampagne wird derzeit die neue Joghurtlinie «Ohyo» beworben. Als Werbeträgerin konnte die bekannte Alphornbläserin Eliane Burki gewonnen werden. In einer blühenden Bilderbuchlandschaft auf einer Alp geniesst sie das neue Joghurt, dann sind plötzlich Alphornklänge im Hintergrund zu hören. Es versteht sich von selbst, dass die Virtuosin im nächsten Augenblick selbst ein paar Töne auf dem Hirteninstrument spielt.

«Tell war kein Österreicher»

In den drei ersten Jahren nach der Fusion konnte sich Radio Tell erfolgreich als volkstümlicher Spartensender etablieren. Nun soll der Musikstil in kleinen Schritten erweitert werden.

Radio Tell, das ist der Spartensender der ausschliesslich Schweizer Volksmusik im Programm hat: Jodellieder, Blasmusik, Ländler und Alphornklänge. Gemäss Alex Dal Farra von DMD2 ist dies eine schmale Sparte. Dennoch schalten Tag für Tag 35’000 bis 40’000 Hörer zu. Das ist ein beachtlicher Wert! Vor allem wenn man bedenkt, dass Radio Tell mit einem minimalen Budget auskommen muss, das Werbung kaum erlaubt. Um die Bekanntheit zu erhöhen, setzt der Sender deshalb auf die Präsenz bei volkstümlichen Veranstaltungen wie Jodlerfesten oder Blasmusiktreffen. Dort sollen für den Trägerverein, der Geld für den Sendebetrieb sammelt, neue Mitglieder gewonnen werden. 350 Mitglieder zählt der Verein zurzeit, im vergangenen Jahr konnten 66’000 Franken an Spenden eingenommen werden. 85% dieser Spendengelder werden für den Betrieb von Radio Tell eingesetzt.

George und Oesch’s die Dritten
An der letzten Mitgliederversammlung des Trägervereines kündigte Alex Dal Farra eine wichtige Neurung an: Der Musikstil des Senders soll in kleinen Schritten erweitert werden, der Radiomacher sprach von «homöopathischen» Dosen. Und er nannte einige Beispiele: Der urtümlichen Volksmusik Nahestehende wie Oesch’s die Dritten oder George («Hie bini deheim») könnten das bestehende Musikprogramm ergänzen, um damit neue Hörer zu gewinnen. Es ist den Verantwortlichen bewusst, dass dies eine Gratwanderung ist, denn die bestehenden Hörer sollen durch die Öffnung nicht vergrämt werden.

Eine klare Grenze
Bei den 42 Stimmberechtigten kam der Vorschlag mehrheitlich gut an, zumal Alex Dal Farra eine klare Grenze zog: Alpenländische Volksmusik aus dem Ausland wird auch weiterhin nicht auf Radio Tell zu hören sein. «Tell war kein Österreicher», ergänzte der Programmleiter scherzhaft.

Aus einer Fusion entstanden
Radio Tell – Heimatklang der Schweiz, wie der Sender mit ganzem Namen heisst, ist der Zusammenschluss aus zwei Radioprojekten. Am 1. März 2014 fusionierten Radio Heimatklang und Radio Tell zu einem volkstümlichen Sender. Radio Heimatklang hat seine Wurzeln in NEO2, das wiederum auf Radio Emme zurückgeht. Radio Tell hat seine Wurzeln im Buureradio von Toni Brunner, mit der finanziellen Unterstützung durch die Migross nahm der Sender 2012 den Namen «Radio Tell» an. Empfangen werden kann Radio Tell über Satellit, Kabelnetz oder über Swisscom TV. Über DAB+ ist der Sender nur in einigen Regionen zum empfangen. Selbsterständlich steht der Sender via Web oder Android/IOS App zur Verfügung. Infos. www.radiotell.ch.

«Das isch der Stärn vo Bethlehem»

Als Jesus in einem Stall in Betlehem geboren wurde, da fanden drei geheimnissvolle Weise aus dem Morgenland den Weg zur Krippe. Sie kannten eine alte Überlieferung, die die Ankunft eines grossen Königs prophezeite. Ein leuchtender Stern am Himmel sei das Zeichen seiner Ankunft. Auf diese biblische Erzählung im Matthäus-Evangelium geht das Sternsingen zurück. Kinder gehen am 6. Januar von Türe zu Türe, singen christliche Lieder und bringen Gottes Segen. In dieser Tradition verwurzelt ist auch das Sternsingen Langnau. Seit 20 Jahren singen Kinder und Erwachsene am Dreikönigstag an über 100 Stationen in Langnau und Umgebung und halten damit eine schöne alte Tradition am Leben.

Sternsingen

Heuer traten die Sternsängerinnen und Sternsänger erstmals auch in Zollbrück auf. Ab dem späten Nachmittag besuchten sie das Dändlikerhaus in Ranflüh und das Dahlia in Zollbrück. Weitere Auftritte gab es auf dem Parkplatz vor dem Restaurant zur Brücke und auf dem Vorplatz des Restaurant Sternen. Um 17.30 Uhr trafen die Sternsänger vor dem «Pintli» ein, zahlreiche Besucher erwarteten sie dort schon. Die Kinder stellten Laternen auf und bald entstand eine Atmosphäre, die so still wie auch feierlich war. Und dann erklang ein altes, vertrautes Weihnachtslied durch die Winternacht:

«Das isch der Stärn vo Bethlehem. Mached euch uuf u folged däm.
Es isch der aller schönschti Stärn. Chömed ihr Lüt vo nah und färn.»

Etwas mehr Sicherheit

Ab sofort kann dieser Blog mit einer gesicherten Verbindung aufgerufen werden. Die Kommunikation zwischen dem Browser und dem Server wird dann mit mit dem Public/Private Key Verfahren verschlüsselt. Es ist somit niemandem mehr möglich, den Inhalt der Seiten zwischen den beiden Endpunkten mitzulesen. Verwendet wird dazu ein Zertifikat von Let’s Encrypt, einer Initiative mit dem Ziel, alle Webseiten im Internet zu chiffrieren!

Warum verschlüsseln? Die Gründe sind vielfältig. Ganz allgemein gilt, dass niemand wissen muss, welche Seiten Sie abrufen – selbst wenn sie so harmlos sind wie gerade diese hier :-) Und dann gibt es Formulare, auf denen persönliche Daten oder gar Passwörter übermitteln werden. Spätestens hier wird die Vorsichtsmassnahme verständlich. Zudem wird nicht nur die Seite selbst, sondern auch der sogenannte HTTP Header kodiert, dieser kann einiges über den Benutzer verraten, etwa über die verwendeten Browser Cookies.

Wenn die Mühlräder sich wieder drehen

Drehen wir das Rad um 150 Jahre zurück uns stellen uns vor, was ein Wanderer gehört haben mag, als er von Langnau kommend nach Lützelflüh kam. Ein Geräusch bei der Getreidemühle muss dem Besucher vertraut vorgekommen sein: das gleichmässige Stampfen und Plätschern des grossen Wasserrades, das den Mühlstein antrieb. Und vielleicht das Rufen der Gesellen, die mit dem Tragen der Getreide- und Mehlsäcke beschäftigt waren.

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Wer am kommenden Samstag die Kulturmühle Lützelflüh – so heisst sie heute – besucht, kann das altvertraute Geräusch des Mühlrades wieder hören, so wie damals. Anlässlich des Schweizerischen Mühlentages wird die Mühle erstmals seit Jahren wieder für Zuschauer Getreide mahlen. Wer möchte, kann das frisch gemahlene Mehl sogar kaufen und daraus aus ein aromareiches Brot backen! Der Mühlentag steht dieses Jahr im Zeichen des Mühlbaches, den viele schon aus ihrer Kindheit kennen. In vielen Dörfern fliessen diese alten Gewerbebäche noch und laden ein zum Verweilen und Spielen.

Weitere Infos: www.kulturmuehle.ch und www.muehlenfreunde.ch

«In einem kalten Land»

Ein neuer Roman von Werner Adams erinnert an das Hungerjahr 1816. Die lebhaft erzählte Geschichte mit historischem Bezug erzählt von der Zeit um 1816 und davon, wie es geschehen kann, dass junge und fleissige Menschen im Gefängnis enden.

Es war kalt im Sommer 1816. Immer wieder fiel Schnee, das Getreide konnte bei dem nasskalten Wetter nicht wachsen, die Kartoffeln verfaulten. Am 2. und 30. Juli fiel abermals Schnee bis in tiefe Lagen, was die Felder an Frucht hervorgebracht hatten, erfror über Nacht. Gemäss dem Wikipedia Artikel «Jahr ohne Sommer» hungerten die Menschen wegen der Missernten und den daraus folgenden hohen Getreidepreisen. Ursache für die kalten Temparaturen in Nordamerika und Europa war vermutlich der Ausbruch des Vulkans Tambora im April 1815.

Heuer jährt sich zum 200. Mal das Hungerjahr 1816. Werner Adams aus Wichtrach kennt die Zeit dieses kalten Jahres genau, seine Recherchen im Staatsarchiv Bern liessen ihn Menschen begegnen, die die Hungersnot durchlebt und durchlitten haben. Über sie hat der Berner Schriftsteller einen historischen Roman geschrieben, der die Jahre aus dem frühen 19. Jahrhundert lebendig werden lässt.

Bendicht Stebler und Hans Schori habe es sich in der Stube auf Steblers Rättlihof gemütlich gemacht, Elisabeth Stebler hat heissen Kaffee und Gebäck aufgetischt, der Kalender an der Wand zeigt einen Tag im März 1832. Im Zwiegespräch kommen die beiden Männer auf Johann Münger zu sprechen, dem Stebler Vogt (Beistand) war. Mit mehr als 60 Jahren hat der an Depressionen leidende Meister vom Müngerhof imJahre 1806 die junge Marie Zaugg geheiratet. Die lebensfrohe, erst 20 Jahre alte Truberin soll dem alternden Bauern einen Stammhalter gebähren ‒ die Verwandtschaft will es so! Und mit der jungen Bäuerin kommt tatsächlich das Glück zurück auf den Müngerhof. Marie und der auf Ihren Wunsch angestellte Knecht Ueli Rüegsegger erweisen sich als tüchtig und geschickt. Unter ihrer Leitung blüht das Heimwesen neu auf. Und schon bald bringt Marie Münger, wie sie seit der Heirat mit Johann heisst, das erste Kind zur Welt.

Aber wenn sich Glück und Erfolg einstellen, dann dauert es meist nicht lange, bis Neider und Missgünstige auf der Bildfläche erscheinen. Sie kommen in der Person von Rosina, der altgedienten Magd auf dem Hof. Sie streut das giftige Gerücht, eines der Kinder sei nicht von Johann, sondern von Ueli Rüegsegger. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Obwohl rechtlich als Erbin eingesetzt, muss Marie das Müngergut verlassen. Eine Ehe mit Ueli wird von den Behörden verboten, obwohl Johann Münger seit Jahren tot ist. Die Richter zeigen sich als selbstgrechte Hüter einer angeblich christlich-sittlichen Lebensführung, vertreiben das junge Paar und sperren es zuletzt ein. Zurecht fragt der Autor der Geschichte: «Was ist das für eine Regierung … die eine lebensfrohe junge Frau zur Hure macht und sie dann deswegen in den Turm wirft!».

Die Erzählung endet denn auch tragisch. Während Marie eingesperrt bleibt, wandert Ueli, eine kürzere Strafe verbüssend, nach Amerika aus. Marie fehlt das Geld für eine Überreise, durch die Gitterstäbe hindurch verabschieden sich die Liebenden für immer.

Bezugsquelle: Werner Adams: In einem kalten Land

13 Jahre @SolNet

Wer kennt Notepad? Das ist der nette kleine Editor, der zum Lieferumfang von Windows gehört, schon seit Jahren! Und obwohl seine Fähigkeiten äusserst bescheiden sind, wird er geschätzt, wenn es darum geht, kleinere Textdateien zu verändern. Mit Betonung auf «kleinere». Für riesige ASCII-Dateien ist Notepad nicht geeignet. Notepad war es auch, der in den frühen 90er Jahren zum Erstellen von Webseiten gerne genutzt wurde, bis zu Dreamweaver, Frontpage & Co. war es noch ein weiter Weg!

1995 waren HTML und ein Texteditor die wichtigsten Werkzeuge des Entwicklers, noch heute gibt es Seiten zu entdecken, die mittels Button stolz verkünden: «Powered by VI». CSS, Javascript und anderen Technologien waren gerade dabei, sich Schritt für Schritt zu etablieren. Um Seiten aufzupeppen boten sich «Grafikbaukästen» an, die zum Albtraum jedes einigermassen seriös arbeitenden Grafikers wurden. So tummelten sich auf den «Homepages» der 90er Jahre knallbunte Icons, Bars, riesige Buttons und animierte Grafiken ‒ und manchmal auch Java Applets. Es war ein wildes und buntes Durcheinander! Und dass es hinten und vorne nicht zusammenpasste, interessierte kaum. Wer wissen möchte, wie manche Seite aussah, kann sich mit dem «Geocities-izer» eine beliebige Seite umgestalten lassen. Doch das soll jetzt nicht heissen, dass alles so aussah! Viele Seiten der Zeit sahen phantastisch aus und waren das Ergebnis intensiver gestalterischer Vorarbeit.

Kommen wir zurück in die Gegenwart. Und damit in die Zeit, in der den animierten GIF’s und Applets endgültig der Garaus gemacht wird! Es sind andere Qualitäten, die wichtig geworden sind. Allen voran die «Responsivity». Mit anderen Worten: Webseiten, die auch auf mobilen Geräten, also Tablets, Smartphones und Netbooks korrekt und gut leserlich angezeigt werden. Warum ist das so? Weil heute rund 30% aller Benutzer das Web vorwiegend mit mobilen Geräten nutzen, Tendenz stark steigend. Im Gegenzug stagniert die Anzahl der Menschen, die per PC auf das Web zugreift. Vor allem in der Geschäftswelt gilt deshalb: wer ernst genommen werden will, optimiert seine Präsenz auf mobile Geräte.

Aber wie macht man das? Wie so oft gilt auch hier: Viele Wege führen nach Rom. Es gibt CMS mit Templates, die dem Designer wenigstens einen Teil der Arbeit abnehmen. Und es gibt ‒ jetzt wird es spannend ‒ Frameworks wie Bootstrap oder MDL (Google’s Material Design Lite). Diese bieten HTML Elemente, die mit CSS und Javascript responsive werden. Wird beispielsweise eine Navigation erstellt, passt sich diese dynamisch der Grösse des Bildschirmes an: Auf dem Desktop werden alle Menupunkte angezeigt. Auf dem Smartphone erscheint die Auswahl per Popup Menu. Ähnliches gilt für die Inhalte, die per Grid arrangiert werden können. Toll an diesen Frameworks ist zudem, dass die Seite nicht mehrfach erstellt werden muss.

Apropos, Google’s Analyse für die Websuche straft Webseiten, die nicht responsive sind, erbarmungslos ab! Diese erhalten ein schlechteres Rating als Seiten, die sich der Displaygrösse anpassen.

Und jetzt, zum Schluss, komme ich zu unserem eigenen Webauftritt. Dieser ist mittlerweile ebenfalls 13 (!) Jahre alt, entstand also gerade in den Moment, als ich zu SolNet kam. Mit anderen Worten: die Seite sieht auf einem Smartphone nicht wirklich gut aus! Wir wissen das ‒ und geloben Besserung!