Home
Über uns
Aktuell
Vorstand
Galerie
Termine
Tonträger
Links
Gästebuch
Kontakt
Reisebericht
16. - 19. Juni 2011 in Interlaken


Verfasser: Andreas Stauffenegger
Das Eidgenössische vor der Haustüre!

Dieser Spruch fiel im letzten Herbst an der Sängersitzung, als es darum ging, die Teilnahme am Eidgenössischen Jodlerfest in Interlaken zu beschliessen. Einstimmig war der Verein für den Besuch in Interlaken. Bei der Auswahl des Liedes zeigte sich eine Zweiteilung im Chörli. Die einen waren dafür, dass ein Lied von Komponist Stadelmann vorgetragen wird, die andern, dass das äusserst schwierige Lied "Bhüet di Gott, mi liebi Heimat" von August Wirz vorgetragen wird. Die Ausmarchung fiel sehr knapp, aber für das Wagnis aus. Vor allem für uns Jodler war das von Anfang an die grösste Herausforderung, da Erika und ich den Jutz nur auf ausgeklügelte Art und Weise perfekt über die Runden bringen konnten. Keines von uns hätte den Jutz alleine so geschafft - man wird doch älter! Aber bei den Proben zeigte sich "nadisnah", dass da ein Kunstwerk entstehen wird.

Als Reiseleiter liess sich der Frutigtaler - Hänsel Wampfler - gewinnen. Ihm gelang es, in Interlaken noch eine Gaststätte zu finden, die uns am Samstagabend zum Nachtessen aufnahm.

So reisten die Eisernen bereits am Freitag an und der Rest vom Chörli im Verlauf des Samstags. Ein erster Treffpunkt war am Samstagnachmittag der spontane Auftritt beim Fernsehen. Ein Lied live gesungen, veröffentlicht im Internet. Das war doch noch etwas Spezielles. Franz sein Lied "Häb Freud am Läbe" kam ziemlich gut herüber und die Aufnahme liess sie sehen.

Anschliessend ging's ins Einsinglokal. Franz liess noch einmal alle Kniffe spielen und es wuchs eine gute Motivation heran. Mit gutem Mut ging’s in die Turnhalle ins Vortragslokal. Die Akustik war für uns nicht überschwänglich aber doch passabel. Der Einstig ins Lied sowie die Strophe gelang gut - und der Jutz sehr gut. An den strahlenden Gesichtern unserer Fans in den ersten Reihen und dem aufhellenden Blick von Franz, der sich einen Platz unter dem Jurypodest erkämpfen konnte, gewannen wir für die zweite und dritte Strophe noch mehr Mut. Erika und mir gelang der Jutz makellos und die gegenseitige Übernahme so gut, dass nur noch jene, die uns persönlich kennen, das Wechselspiel realisierten. Auch Erich lief mit seiner Stimme im zweiten Jutz zu vollem und einmaligem Können auf. Mit dem Wissen, dass wir kaum mehr jemals ein so anspruchsvolle Jodellied vortragen werden können, konnten wir das Vortraglokal stolz verlassen. Draussen genossen wird die sicherlich verdienten Komplimente - auch von Jodlern und Zuhörern, die uns bis dato nicht kannten.

Schade, dass es Petrus am Freitag stark und am Samstag öfters regnen liess. So kam draussen nur hier und dort an einem sicheren Schärmeplatz die gewohnte Feststimmung auf. Der Grossteil musste sich dezentralisiert in den grossen Zelten einen Platz erkämpfen. So suchten viele Chörler den Heimweg etwas früher, als das gedacht war.

Am Sonntag hellte der Himmel dann auf und es wurde noch hurtig heiss. Das frohe Trachtenmeer war Balsam für die Seele! So kam endlich noch ausgelassene Feststimmung auf und ein prächtiger Umzug krönte das Fest. Für Erika und mich war dieser noch speziell. Konnten wir doch als Vertreter auf dem Wagen des OKs vom nächsten Bernisch Kantonalen Jodlerfest 2012 in Schwarzenburg mitfahren. An den zich Zehntausend Leuten vorbeizufahren, die beide Strassenseiten säumten, war ein einmaliges Erlebnis.

Mit diesen Worten möchte ich den Reisebricht beenden. Es gäbe da noch einiges zu erzählen, aber . . .