Home
Über uns
Aktuell
Vorstand
Galerie
Termine
Tonträger
Links
Gästebuch
Kontakt
Reisebericht
02. - 04. Juli 2010 in Schaffhausen


Verfasser: Andreas Stauffenegger
Wenn einer eine Reise macht - so kann er was erzählen!

Mit diesem Wort wurde an der diesjährigen Hauptversammlung über das Vereinsjahr 2009 beschlossen, einmal ein ausserkantonales Jodlerfest zu besuchen. Um die Kosten im Griff zu behalten, wurde der Organisator ausserdem beauftragt, gleichzeitig die Vereinsreise einzubinden. Die Wahl fiel einstimmig auf das Fest bzw. Reiseort Schaffhausen.

Alle wollten den Traumjob der Reiseleitung übernehmen - an wem blieb es hängen, an wem? Für so eine wichtige Aufgabe eignet sich unser Vereinspräsident natürlich am bestens!

So reisten wir am Freitag individuell per Bahn nach Schaffhausen. Jeder bestückt mit einem sorgfältig ausgeklügelten Reise- und Festprogramm zusammengestellt von Michel. Es liess jedem genügend Freiraum und setzte zugleich Marchsteine, wo sich der gesamte Verein immer wieder zusammenfand.

Schon früh rief Chorleiter Franz seine Schäfchen zusammen und gab beim Einsingen die letzten Empfehlungen ab. Es gelang im bestens, uns für den Auftritt zu motivieren. Einigen wurde es dann beim Betreten der riesengrossen kath. Kirche schon etwas mulmig. Erst recht als wir feststellen mussten, dass der extreme Hall die Verständlichkeit der Sprache total überdeckte. Uns wurde bang, als wir die Ansagerinnen überhaupt nicht verstehen konnten - wie soll da gesungen werden, schoss es mir durch den Kopf?

Nun ja, wir trugen unser einstudiertes Lied "E Fälsblock" von Franz Stadelmann punkt 19:00 Uhr vor. Ich glaube, er war in der vorderen Bankreihe noch nervöser, als wir Jodler. Obschon es unter solchen Umständen äusserst schwierig ist, gelang uns der Vortrag noch recht ordentlich. Aufgrund des Beifalles durften wir annehmen, es sei wohl gut angekommen.

Am Freitagabend bzw. in der Nacht auf Samstag war das Chörli vollzählig in Gesangslaune. Ich war schon an vielen Festen dabei, aber soviele Lieder hat das Chörli noch nie spontan zum Besten gegeben. Da erstaunt es nicht, dass sich eine stattliche Zuhörerschar um uns bildete. An dieser Stelle gebührt allen ein grosses Dankeschön. Solche Werte zählen für mich persönlich noch mehr, als der Wettvortrag selbst. Denn ein gelungenes Jodlerfest lebt schliesslich ab solchem Gassensingen!

Den Samstag verbrachten wir individuell, die einen mit entspanntem Anhören von Wettvorträgen, die andern mit der eigentlichen Chörli-Reise, sprich Wanderung auf den Munot. Nach der etwas kurzen Nacht kam auf der nicht enden wollenden Treppe manchem in den Sinn, dass jetzt wohl etwas Wasser nützlicher wäre, als der Wein der Nacht . . .
Die Führung vom Turmwart persönlich war ein besonderes Erlebnis. Was da alles an geschichtlichem Wissen auskam, sucht sondergleichen. Jetzt weiss ich jedenfalls, weshalb der Munot früher eckig war und heute rund ist, und weshalb die Kanonen von Süden gegen Norden ausgerichtet werden mussten. Auch an diesem Abend fanden sich alle Chörler wieder zu einem gelungen Gassensingen zusammen.
Den Festakt verpassten leider die meisten und den Festumzug auch. Letzteres zwar aus der Ueberlegung heraus, dass es im Zug vor Umzugsende noch Sitzplätze haben könnte. Die Heimreise verbrachten etliche im "Schlummer" - ganz wie es von guten Festbesuchern zu erwarten ist.

Mit diesen Worten möchte ich den Reisebricht beenden. Es gäbe da noch einiges zu erzählen. . . Aber ein ganz grosser Dank gehört an dieser Stelle unserem Reiseleiter Michel.