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Reisebericht
12. - 14. Juni 2009 in Saanen-Gstaad


Verfasser: Andreas Stauffenegger

Wie die Saanenländer das angestellt haben, wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben - sicher ist aber, in Petrus haben die einen lieben Freund gewonnen, das Wetter war sensationell schön. 


Individuell reiste das Chörli an, die ersten bereits am Freitagnachmittag. Andere erst später. Schöne Vorträge waren da zu hören - andere gabs vereinzelt auch. Zum ersten Mal standen auch Erika und Res als Duett am Freitagabend auf der Bühne. Der Vortrag missglückte etwas, da gerade zu Beginn eine Textverwechslung passierte. Nach einer kleinen Verunsicherung wurde wieder zur gwohnten Sicherheit gefunden. Dies gab für jeden klar eine Deklassierung. Aber Freude hatten wir beide trotzdem und dem Publikum hat das Liedli von Miriam Schafroth "My Zyt" sehr wohl gefallen.

Am Samstag fand sich das Chörli im Ansinglokal bei der Kirche in Saanen. Mit seiner gmögigen und lustigen Art konnte uns Stadleme Fränzeli auf unsern Vortrag einstimmen. Es gelang ihm gut - kaum eine Unsicherheit war mehr bemerkbar - die Chörler strotzten völlig vor Sicherheit. . .
Der Vortrag startete gut. Ueberwältigt wurde nicht nur das Publikum von der Klangfülle der Kirche, auch wir Chörler selbst. Das Lied "muesch nume lose" von Ueli Zahnd wusste dem Publikum bis zum Schluss zu gefallen. So wurde uns der chäche Vortrag auch mit einem ebenso chächen Applaus vom Publikum verdankt. Vor der Kirche durften wir viele Komplimente entgegen nehmen - und unserem Fränzeli war ein Stein vom Herzen gefallen - er hatte wirklich Freude. Ein kleiner Umtrunk krönte den Auftritt.

Individuell zerstreuten sich die Chörler anschliessend und gingen noch viele Darbietungen von ihnen bekannten Formatien anhören. Am späteren Abend fanden wir uns alle im Hotel Saanerhof zum wohl verdienten Nachtessen. Alle waren da - und alle waren sichtlich zufieden - auch dass es bis für den Letzten genung zu Essen hatte. Was das ganze den Kassier kostete, sollte man nicht genau hinterfragen.

Auf Mitternacht hin, mussten die ersten leider bereits nach Hause, denn der Sonntagsdienst ist ja nicht so beliebt und von jemandem musser trotzdem geleistet werden. Die eisernen hielt bis frühmorgens gegen 7 Uhr durch. So etwas habe ich in all den Jahren noch nie erlebt. Was da alles für Lieder aus alten Zeiten zum Besten gegeben wurden, ist erstaunlich. Kreuz und quer von etlichen Klubs fand sich eine ilustre Sängergruppe zusammen. Zwei oder drei soll es gegeben haben, die seien zwar kurz eingeschlafen, aber ins Bett sind sie nicht gegangen. . .

Einige hielten durch und erfreuten sich am Festakt und dem Umzug. Geglückt ist den Veranstaltern beides. Rund herum ein überaus schönes Fest. Nachfolgende Festorte werden es schwer haben, Ebenbürtiges bieten zu können.