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Eine neue Sitzbank für die Krämerhauslinde

Sitzbank bei der Krämerhauslinde

Kirchgänger lassen sich hier gerne nieder und Hochzeitspaare schätzen den Platz für idyllische Fotos. Doch die alte Bank um die Krämerhauslinde ist in den letzten Jahren morsch geworden. Sie wurde deshalb vom Ortsverein Rüderswil vollständig erneuert. Zusammen mit dem Bauunternehmen Hans Schmid wurden massive Betonsockel gegossen und mit Bänken aus Eichenholz verbunden. Gemäss Hanspeter Siber, dem Präsidenten des Ortsvereines, ist die neue Bank robust und wird viele Jahre halten.

Dorflinden in Rüderswil:
Krämerhauslinde. Direkt beim Krämerhaus, oberhalb der Kirche. Ca. 300 Jahre alt.
Alte Leuenbergerlinde. Oberhalb der Pfrundscheune. Ca. 450 Jahre alt.
Junge Leuenbergerlinde. Zwischen Pfarrhaus und Friedhof. Drei Jahre alt.

Bald rollt ein Bus durch Rüderswil

Das Thema ist alt im Dorf. Rund 30 Jahre alt, um es genau zu nehmen. So lange wird schon über die Einführung eines Busses diskutiert. Rüderswil ist eines der wenigen Dörfer im oberen Emmental, das vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten ist, ein Bus könnte diese schmerzliche Versorgungslücke schliessen. Und tatsächlich ist es am kommenden 2. August soweit – vorausgesetzt natürlich, die Stimmberechtigten nehmen das Geschäft am 2. Dezember an! Von diesem Tag an wird ein Bus mit 37 Plätzen die Ortschaften Rüderswil, Schwanden, Zollbrück und Lützelflüh miteinander verbinden. Der Fahrplan ist so angelegt, dass auch wichtige Anschlüsse für Weiterfahrten in Richtung Burgdorf und Langnanu gewährleistet werden.

Und es kommt noch besser: Gemäss der Informationsveranstaltung vom vergangenen Montag wird der Bus für Fahrgäste kostenlos, wer einsteigt, braucht nichts zu bezahlen. Dies ist für die zweijährige Versuchsphase so vorgesehen. Wenn möglich soll der Betrieb des Busses anschliessend beibehalten und definitiv etabliert werden. Ob später Abo-Gebühren erhoben werden, ist noch offen.

Um Kosten zu sparen, fährt der Bus nicht zu jeder vollen Stunde. Fahrten sind für Morgen, zur Mittagszeit und am späten Nachmittag, resp. frühen Abend vorgesehen. Damit ist sichergestellt, dass auch Schüler rechtzeitig im Schulhaus sind und für die Mittagspause nach Hause fahren können. Das heisst auch, dass der bestehende Schülerbus abgelöst werden wird. Das Angebot richtet sich aber primär an die Einwohner von Rüderswil, das belegt auch die Tatsache, dass der Bus während den Schulferien unterwegs ist.

Natürlich kostet das ganze etwas. Rund 150,000 Franken pro Jahr. Zieht man davon die ab 2018 zu erwartende Beteiligung des Kantons von rund 60,000 Franken jährlich und die Schülertransportgebühren ab, bleiben nur rund 30,000 Franken, die von der Gemeinde berappt werden müssen. Eigentlich nicht viel. Ob der Bus tatsächlich rollen wird, entscheidet sich an der kommenden Einwohnergemeindeversammlung vom 2. Dezember.