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12 Jahre @SolNet

Nun, nach 12 zwölf Jahren, ist wohl die Zeit gekommen, um auf die ersten Wochen zurückzublicken, das ich hier erlebt habe. Was war damals anders? Im Jahr 2003 war die Nachfrage nach ADSL Anschlüssen enorm. In Spitzenzeiten wurden bis zu 200 Bestellungen pro Woche verarbeitet. Das muss nicht überraschen, denn viele Privatkunden nutzten immer noch die sehr langsamen Dialup Verbindungen, die eine Maximalleistung von 56 Kilobit eher selten erreichten. Man surfte also nicht, man kroch durch das Internet! Das störte viele auch nicht, denn es gab weder Facebook, noch Youtube, noch Cloud Dienste. Das kostengünstigste Angebot hiess ADSL Home, bot eine Bandbreite von 256/64 Kilobit und kostete 39 Franken pro Monat. Für einen ähnlichen Preis, 44 Franken, gibt es heute einen DSL Anschluss mit 10/1 MBit!

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Ähnlich sieht beim Webserver-Produkt aus. Ein einfacher Webserver hiess damals «El Cheapo» und kostete 250 Franken pro Jahr, Switch-Gebühr exklusive. Dafür gab es lediglich 50 Megabyte Speicherplatz, keine Datenbank und kein PHP. Für 39 Franken im Jahr gibt es heute 3 Gigabyte Disk, MySQL und zwei Script Sprachen. Switch-Gebühr inklusive. Zudem bietet das «Light» Produkt zahlreiche weitere Funktionen, um den Server an spezielle Anforderungen anzupassen. Unlimitierte Mail Accounts zum Beispiel.

Das Internet ist heute auf dem Weg zur Omnipräsenz, Smartphones, Tablets und – ganz neu – Smartwatches machen es möglich, überall und jederzeit online zu sein. Das ist ein Trend, der sich in den kommenden Jahren noch verstärken wird. Im Jahre 2003 führte der Weg in das Internet in den allermeisten Fällen über den Desktop PC. Das Internet ist eine der grossen, weltveränderenden Errungenschaften der IT. Ihm gingen in den 70er und 80er Jahren der Mikroprozessor, dann der Personal- und Homecomputer voran. Was werden wohl die nächsten grossen Veränderungen sein? Manche meinen, dass VR – Virtual Reality in den nächsten Jahren zum grossen Sprung ansetzen wird. Wahrscheinlicher aber ist, dass der Roboter das Labor und die industrielle Fertigungshalle verlässt und sich demnächst auf den Weg in den Privathaushalt macht. Und auf noch etwas dürfen wir uns vorbereiten: Das Internet wird seine Präsenz im Alltag weiter ausbauen. Mir der vernetzten Armbanduhr und der Datenbrille kennen wir erst zwei von einer ganzen Reihe an Geräten.

Aber ich schweife jetzt ab. Was ich an dieser Stelle noch erwähnen möchte, ist die Langlebigkeit von Software. Wir nutzen heute Funktionen und Module, die vor 12 Jahren entwickelt wurden oder sogar noch etwas älter sind. Damit sind wir beim Thema: wann ist Software über einen längeren Zeitraum wartbar? Die Antwort findet sich schon in den Büchern von Niklaus Wirth aus den 70er und 80er Jahren. Gut strukturieren, überlegt modularisieren. Und natürlich die Kommentare nicht vergessen!