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Jesus und die Ewigkeit

Jesus Christus, gespielt von Brian Deacon, 1979. Quelle: jesus.ch

In idylischer Umgebung, auf einer Anhöhe über dem Dorf, steht die kleine Kirche von Rüegsbach. Umgeben ist sie von Fruchtbäumen, Gärten und alten Emmentaler Bauernhäusern. Wer die Eichentüre öffnet und die Kirche betritt, entdeckt neben einer aus Stein gemeisselten Kanzel und einer gezimmerten Empore auch einen Spruch an der Wand, der aus dem Hebräerbrief stammt: «Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit» (Heb. 13,8). Diese Aussage hat etwas sehr tröstliches, denn sie bedeutet, dass Jesus sich nicht verändert; wir können uneingeschränkt auf das vertrauen, was er uns verspricht. Gerade in unserer Zeit der raschen Veränderungen schenkt die Zusage von Jesus Zuversicht und inneren Frieden, der in einer schnelllebigen Zeit so wichtig ist.

Jesus drückt sich an einer anderen Stelle im neuen Testament ganz unmissverständlich aus: «Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen» (Mk 13,31). Und weiter: «Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit». Damit ist nicht der irdische Tod gemeint, dem niemand entrinnen kann. Jesus weist auf die Zukunft jedes einzelnen Menschen hin. Wir sterben zwar, aber wenn wir an ihn glauben, dann werden wir zu einem ewigen Leben auferstehen. Auch zu Martha sagte er genau dies, als Martha, verzweifelt über den Tod ihres Bruders zu ihm kam: «Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben» (Joh. 11.25-26). Und dann folgt die Frage, die Jesus Martha stellt, mit der wir aber letztendlich alle gemeint sind: «Glaubst du das?».

Und da ist noch etwas, das von grosser Bedeutung ist, ich meine damit ein Wort das gerne im Text übersehen wird: Ewigkeit. Mehr als fünfzig Mal ist dieses Wort im neuen Testament zu finden (Luth.84). Und Paulus spricht es an mehreren Stellen doppelt aus: «Von Ewigkeit zu Ewigkeit». Wenn wir dieses Wort hören, denken wir gerne an etwas, das uns unendlich erscheint. Etwa in einer klaren Sommernacht der Sternenhimmel. Oder vielleicht an die hübsche Geschichte von einem Hirtenjungen der Gebrüder Grimm. Dieser wird von seinem König gefragt, wie viele Sekunden die Ewigkeit hat. Und der so antwortet: Stell Dir vor mein König, ein kleiner Vogel wetzt alle hundert Jahre einmal seinen Schnabel an einem Berg. Wenn der Berg dadurch abgetragen ist, dann ist die erste Sekunde der Ewigkeit vergangen.

Mit Beispielen und Vergleichen können wir uns ein Bild davon machen was Ewigkeit sein könnte. Mehr vermögen wir nicht. Jesus wusste es ganz genau, sonst hätte er nicht davon gesprochen. Und wenn nun bald Ostern kommt und wir uns an schön gedeckten Tischen zum Feiern versammeln, dann wäre doch der Moment gekommen, wieder an Jesus zu denken. Und daran, weshalb er starb. Er hat uns damit ein neues Leben geschenkt. Eines für die Ewigkeit.

E offeni Türe

Brennende KerzeD Wiehnachtszyt isch da, die heilige Nacht isch ganz nach zu üs Mönsche häre cho. Ds Fescht vo de letschte Tage vom Jahr, wo erfüllt isch mit so vilne Erinnerige. Es heisst o, dass i dere Zyt bsungeri Sache passiere, dass der Himmel u d Ärde sich berüehre. U dass d Ängel ganz nach bi üs Mönsche möchte sy. So wie denn z Betlehem uf der nächtliche Weid unger em Stärnehimmel, wo Ängel für d Hirte gsunge hei. «Heid kein Angscht» hei si zu de Hirte gseit, wo die vom Liecht u Glanz vo de himmlische Wäse si blängt gsy. Ängel u Mönsche si sich begägnet i dere Nacht voll Wunder, u dermit Wäse us zwene Wälte. D Hirte vo dere Wält, d Ängel vo däm Riich wo mir scho so vil dervo hei ghört, wo mir aber mit üsem Sinne u Dänke nie ganz chöi fasse. «Rabbi, säg, wie isch es dert?» hei d Apostel der Jesus meh als einisch gfragt.

Ganz töif uf em Grund vor Seel hei alli Mönsche e fiini, aber doch läbigi Ahnig vo dere verborgene Wält, wo o Jesus üs dervo erzellt het: «Heit Vertroue zu Gott u zu mir», het Jesus einisch gseit, «im Huus vo mim Vater git es vili Wohnige.» Jedem Mönsch isch e Funke vo dere ewige Heimat i ds Härz gleit, e Funke wo nie verglimmt u e Ahnig i üs am Läbe erhaltet. Am Tag, wenn Verpflichtige üsi ganzi Ufmerksamkeit i Aspruch näh. I der Nacht, wenn mir tröime. Der Funke lüchtet u wyst üs der Wäg derthi wo Jesus mit üs möcht zäme sy.

Mängisch isch es, als ob e Türe i die gheimnissvolli Wält e Spalt wyt ufgeit. Villicht grad denn, wenn mir angerne Mönsche chöi hälfe u ir Dankbarkeit es töifs Glücksgfüehl erfahre. Oder wenn mir e schöne Ort uf dere Wält entdecke, e Momänt still wärde u stuune ob all dere Pracht. U derby alles, was süsch um üse ume isch für ne Ougeblick vergässe. Oder wenn e liebe Mönsch üs i d Arme nimmt u seit: «I ha di gärn». Denn lüchtet öppis i üs wo der Blick uf die ewigi Heimat wyt u häll macht. «I ga vorus, zum Euch es Plätzli parat z’mache», het Jesus wyter gseit.

Werum isch sy üs grad itz ir Wiehnachtszyt so nach, die lichterfüllti Wält? Gwüss wil si üs a all die Gschicht us der Bible erinneret. A ds Liecht, d Hirte, e Heerschar vo Ängle u ds Chind i der Chrippe im Stall. U wil mängi schöni Erinnerig us der eigete Chinderzyt dermit uf e eigeti Art verwobe isch. U will Jesus zu üs Mönsche isch cho; är het kennt, was üs verborge isch.

I dene dunkle letschte Tage vom alte Jahr macht ds Hie u Itz e Schritt zrügg i Hingergrund. Macht Platz, dass üse Blick cha wyt wärde für ne angeri Wält.

Ferien machen mit Jesus

Jesus Christus, gespielt von Brian Deacon, 1979. Quelle: jesus.ch

«Lasst uns an einen Ort gehen, an dem wir etwas ausruhen können», das sagten sich Jesus und seine Jünger. Möglicherweise ging diesem Entschluss eines der vielen Streitgespräche mit den Pharisäern voraus, das neue Testament berichtet wiederholt von solchen Auseinandersetzungen mit den Theologen und Kirchenverbandsoberen der damaligen Zeit! Es konnte dabei zu wüsten Szenen kommen, der Apostel Johannes hat miterlebt, wie Jesus Gegner – ausser sich vor Wut – die Fäuste ballten und Steine aufhoben (Johannes, 8, 57-59).

Mit Tyrus war rasch ein Ort gefunden, der sich zum Entspannen gut eignete. Die phönizische Hafenstadt war nur etwa 50 Kilometer von Kafarnaum entfernt. Es war zudem eine heidnischer Ort, Jesus und seine Jünger konnten sicher sein, dass ihnen dort keine eifernden Pharisäer nachstellen würden. Und Tyrus, die Handelsstadt am Mittelmeer, muss Besucher mit seiner bunten Vielfalt fasziniert haben. Die unter römischer Herrschaft stehende Metropole war im Jahr 30 nach Christus ein blühendes Handelszentrum. Schiffe mit Waren aus dem ganzen Mittelmeerraum legten hier an; auf den Plätzen und Märkten der Stadt herrschte ein buntes Treiben! Aber: Das pulsierende Leben der Stadt war nicht das, was Jesus, Petrus, Johannes und Jakobus suchten. Vielleicht kamen sie gegen Abend in Tyrus an und setzten sich, erschöpft von der langen Wanderung, an den Strand, wo sie die Sonne über dem Mittelmeer untergehen sahen.

Ganz egal, ob sie den Sonnenuntergang über dem Meer das erste Mal miterleben konnten, oder ob sie das Naturschauspiel bereits kannten: Das leuchtenden Rot der letzten Sonnentrahlen, die auf der Weite des Meeres leuchten, bewegt Menschen immer wieder. (Kein Wunder, dass heute jede Kompaktkamera ein spezielles Aufnahmeprogramm für Sonnenutergänge hat, bei dem die Rottöne besonders betont werden…)

Und vielleicht machte sich der Jüngerkreis um Jesus in diesem Moment Gedanken über die Weite des Meeres, das glitzernd vor ihnen lag. Sie verglichen es möglicherweise mit der Liebe Gottes, die im Gegensatz zum Meer keinen Horizont kennt – die ohne Grenzen ist und weiter führt, als wir es mit unserem Verstand je fassen können. Und als dann die Sonne unterging, das Meer tiefblau wurde und am Himmel die Sterne zu leuchten begannen, staunten alle über die Schöpfung, die uns mit ihrer Schönheit und mit ihrem Geheimnissen immer wieder zu fesseln vermag. Manch einer der Jünger wird in diesem Moment an das gedacht haben, was Jesus sagte: Dass dieser Gott, der diese wunderbare Welt und alle Sterne schuf, sich uns Menschen zuwendet, jedem von uns – ganz persönlich.

Später ging es dann doch noch in die Stadt hinein. Die Evangelisten überliefern eine schöne Geschichte, die sich dort zutrug (Matthäus 15,21/Markus 7,24). Eine einheimische Frau, eine Nichtjüdin also, kam mit einer Bitte zu Jesus. Sie hatte eine Tochter, die unheilbar krank war und bat Jesus um Hilfe. Wir dürfen in ihr eine der ersten Angehörigen des römisch/griechischen Kulturraumes sehen, die zum Glauben an Jesus kam. Denn sie muss im Vorfeld von den Wundern gehört haben, die Jesus vollbrachte. Sie war fest davon überzeugt, dass Jesus ihrer Tochter helfen konnte. Wie anders lässt es sich erklären, dass sie trotz einer deutlichen Zurückweisung nicht locker lässt? Die Frau konnte Jesus schlussendlich überzeugen, denn dieser bestätigte ihr einen starken Glauben und hiess sie, nach Haus zu gehen, wo ihre geheilte Tochter aus sie wartete.

Der Stärn vo Betlehem

Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. (Matth. 2,1-2 Luth. 84)

Scho als Chind het üs d Gschicht vom Stärn u de drei Chünige bsunders fasziniert. U jedes Jahr, wenn d Lehrerin bi der Wiehnachtsfiir vom Betlehem-Stärn erzellt het, de isch es ganz still worde im Schuelzimmer, adächtig hei mir zueglost. I üsne Gedanke hei mir die drei gheimnsvolle Manne gseh, wie si uf de Kamel gritte sy u d Ouge zum Himmel grichtet hei. Dert het e guldige Stärn der Himnel erlüchtet u de Stärndüter der Wäg zum Jesus-Chind gwise. D Lehrerein het sich i däm Momänt gwüss gwünscht, mir hätte meh als einisch im Jahr so guet zueglost wie a däm lang erwartete Tag!

Der Stärn vo Betlehem het üs dür d Wiehnachtszyt begleitet. Und i der heilge Nacht, wenn der Glanz vom Wiehnachtsboum d Stube erfüllt het, de het uf em Spitz vom Tanneböimli wider e guldige Stärn glitzeret. Nie wärs üs denn i Sinn cho a der Gschicht vom Stärn z’zwyfle. Ganz im Gägeteil, der Stärn vo Betlehem isch es gsy, wo am Himmel vo üsem Chinderläbe uufgange isch, u so wie är de drei Chünige der Wäg gwyse het, so isch der Stärn üs es heiligs Zeiche derfür gsy, dass d Wiehnachtszyt nümme färn isch. Wenn der Winter isch cho, de hei mir mängisch am Abe i die dunkli Nacht use gluegt, hei üs gfragt, wo ächt denn die drei Chünige dä Stärn entdeckt hei.

I de folgende Jahre, wo mir sy elter worde, isch de aber der Stärn verblasst. D Chinderzyt isch vergange u dermit o der chindlich Gloube. Wo sys si alli blibe, die Wunder? Der Gloube a Ängel u a Stärn am nächtliche Himmel vo Betlehem? I der Schuel isch erzellt worde, die Gschicht mit däm Stärn sig eifach erfunde, so e Stärn, wie-ne der Mätthäus beschribt, chönns gar nid gäh ha! Aber was hätt de der Matthäus vo settigne erfundene Gschichte gha? U wie steits de mit em Räschte vo sire guete Nachricht? U de hei mir erfahre, dass scho vor Jahrhunderte nach em Stärn isch gforscht worde. Me het agnoh, es sig e Komet gsy. Oder e Stärnekonjunktion, so wie se der Johannes Kepler scho vor 500 Jahr vermuetet het.

U wie steits mit de drei Chünige? Ohni Stärn hätt’s ja o die drei gheimnissvolle Manne us em färne Oschte nid gäh i der Gschicht! Wie hätte sy der Wäg ohni Stärn sölle finde? Mir wüsse nid vil über die drei vornähme Stärndüter. Es sy Astronome u weisi Manne gsy, Nachkomme us uralte Prieschtergschlächt vo Babylon. Si he gwüsst, dass e hälle Stärn am Himmel si Bahn wird zieh zum Zeiche, dass e grosse Chünig gebore isch. Mir dörfe dervo usgah, dass die Prophezeig wyt ume isch bekannt gsi, nid nume z’Judäa vo dennzumal. So hei die drei a nächtlich Himmel gluegt u der Stärn gsuecht. U denn, wo die erwarteti Erschynig am Himmel isch ufgange, hei si sich uf e läng Wäg nach Israel gmacht. «Wo isch der neu gebornig Chünig?» hei si gfragt, «mir hei si Stärn gseh!» Si hei a das gloubt, wo si i alte Schrifte gläse hei.

Wo isch der Stärn vo Betlehem hüt? Finge mir im Advänt no Zyt, zum a klar Nachthimmel z’luege, so wie die drei Chünige? Natürlich lüchtet dä Stärn, wo die drei Weise hei entdeckt hüt nümme. Aber villicht lüchtet der Stärn i üs sälber? Uf em Wäg dür d Nacht hei mir ds Stärnemeer beobachtet, grad so wie die drei Reisende vor langer Zyt. U was passiert, wenn mit i däm Momänt wei gloube, dass alles so passiert isch, wie mir’s scho als Chinder ghört hei? Mit em Gloube a Stärn wird die ganzi Wiehnachtsgschicht wahr. Wahr wird d Gschicht vom häll strahlende Himmelsbotschafter, wo de Hirte erschyne isch, der Chor vo de Ängel isch z’ghöre gsy u bi der Chrippe mit em Chind sy die drei Stärndüter gstande mit ihrne Gschänk: Gold, Weihrauch u Myrrhe. 30 Jahr später het der Jesus sälber gseit: «Gloubet a die guet Nachricht», är het üs iiglade, Gmeinschaft mit ihm z’ha. Am sym Himmelsrych, wo är jede Tag dervo erzellt het. Aber o a all däm, wo i der Chrischtnacht passiert isch.

Zeit für das Hiersein

Jesus Christus, gespielt von Brian Deacon, 1979. Quelle: jesus.ch

Blaise Pascal und einige weitere berühmte Philosophen wiesen auf ein Phänomen hin, wie wir mit der Zeit umgehen: allzuoft sind wir in Gedanken in der Vergangenheit, mit unserer Erinnerung können wir sie ein Stück weit festhalten. Oder das Denken schweift in die Zukunft, mit Hoffnung und Phantasie versuchen wir uns vorzustellen, was einmal sein wird, wie es gemäss unseren Wünschen werden könnte. Dabei denken wir fast überhaupt nicht an die Gegenwart, beklagt der grosse französische Philosoph. Und wenn dann nur, «um aus ihr die Einsicht zu gewinnen, mit der wir über die Zukunft verfügen wollen.».

Wie hielten es Jesus und die Apostel? Oft predigten sie vom zukünftigen Reich Gottes, von einem ewigen Leben nach dem irdischen Tod, in dem wir mit Gott vereint sein werden. Aber: In ihrer Hinwendung zum Reich Gottes verloren Jesus und die Apostel den Blick für das Gegenwärtige nie. Wenn Kranke, Blinde und Gelähmte zu Jesus kamen, dann vertröstete er sie nicht auf später. Im Gegenteil, er unterbrach seine Predigt, legte den Bittstellern die Hände auf und heilte sie. Es störte ihn nicht, wenn es gerade Sabbat war und er damit bei den Strenggläubigen für Zornesausbrüche sorgte. Ein braver Kirchgänger war Jesus nie!

Seine Jünger traten in seine Fussstapfen. Als Petrus und Johannes es gerade eilig hatten, um nicht zu spät zum Nachmittagsgebet zu kommen, trafen sie auf einem lahmen Bettler, der sie um etwas Geld bat. Die beiden Apostel hätten den armen Mann stehen lasen können, um rechtzeitig zum Gebet zu kommen. Doch gerade das taten sie nicht. Petrus wendete sich dem Bettler zu, und sprach den berühmten Satz aus der Apostelgeschichte: «Gold und Silber habe ich nicht. Was ich aber habe, das gebe ich Dir!» Und dann kam es zu einer Spontanheilung, Petrus musste dem Mann, der nicht wusste, wie ihm geschah, nur noch auf die Beine helfen.

Auch Paulus war ein Meister, wenn es darum ging, im Hier und Jetzt zu sein. Er konnte nicht nur spontan und ohne jede Vorbereitung zu jedem beliebigen Thema eine ausgedehnte Predigt halten, er nahm auch spontan mehrtägige Einladungen an, obwohl er gerade Reisepläne schmiedete. Und wenn er um Hilfe gebeten wurde, liess er oft alles andere stehen, um Menschen aus der Not zu helfen. Er hatte Zeit für das Hiersein und lebte damit eine der wichtigsten christlichen Tugenden vor.

Warum wir Ostern feiern

Alle vier Evangelien berichten davon, dass Jesus Christus vom Tod auferweckt worden ist. Am ersten Morgen nach dem Sabbat ist das Grab, in das er nach der Kreuzigung gelegt worden war, leer. Frauen spielen in den Zeugnissen aller vier Evangelisten eine wichtige Rolle, sie erfahren zuerst von der Auferstehung, als sie mit Salben und Binden zum Grab kommen. Engel verkünden ihnen, dass Jesus den Tod überwunden hat und der Apostel Johannes berichtet, wie Maria von Magdala als erstes dem Messias begegnet:

Die beiden Jünger gingen nun wieder nach Hause. Maria aber blieb draußen vor dem Grab stehen; sie weinte. Und während sie weinte, beugte sie sich vor, um ins Grab hineinzuschauen. Da sah sie an der Stelle, wo der Leib Jesu gelegen hatte, zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen am Kopfende und den anderen am Fußende. »Warum weinst du, liebe Frau?«, fragten die Engel. Maria antwortete: »Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin sie ihn gebracht haben.«
Auf einmal stand Jesus hinter ihr. Sie drehte sich nach ihm um und sah ihn, erkannte ihn jedoch nicht. »Warum weinst du, liebe Frau?«, fragte er sie. »Wen suchst du?« Maria dachte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: »Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir bitte, wo du ihn hingelegt hast, dann hole ich ihn wieder.« – »Maria!«, sagte Jesus. Da wandte sie sich um und rief: »Rabbuni!« (Das bedeutet »Meister«; Maria gebrauchte den hebräischen Ausdruck.) Jesus sagte zu ihr: »Halte mich nicht fest! Ich bin noch nicht zum Vater in den Himmel zurückgekehrt. Geh zu meinen Brüdern und sag ihnen, dass ich zu ihm zurückkehre – zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.« Da ging Maria aus Magdala zu den Jüngern zurück. »Ich habe den Herrn gesehen!«, verkündete sie und erzählte ihnen, was er zu ihr gesagt hatte. (Joh. 20, 10-18, Neue Genfer Übersetzung)

Die Auferstehung ist das wichtigste Ereignis im Christentum. Stellvertretend für unsere Sünden ist Jesus Christus am Kreuz einen furchtbaren Tod gestorben. Mit seinem Leiden und Sterben hat er uns von allen Sünden losgekauft; wir sind von unserer Schuld frei, wenn wir sein Erlösungswerk annehmen.

Was wäre der christliche Glaube ohne Auferstehung? Der Apostel Paulus schreibt in seinem ersten Brief an die Korinter, dass das ganze Christentum ein Irrtum wäre, wenn es keine Auferstehung gäbe, denn dann wäre auch Jesus nicht auferstanden, dann wäre auch unser Glaube nichts wert, da unsere Sünden weiter auf uns lasten. Doch dann stimmt Paulus in die Frohbotschaft ein, die schon die ersten Apostel und Maria aus Magdala bezeugt haben: Nun aber ist Christus auferstanden!

Aber wie konnte sich Paulus da so sicher sein? Jemand der ihm diese Frage stellte, bekam glaubwürdige Antworten: Paulus hatte selbst eine Begegnung mit dem Nazarener auf seinem Weg von Jerusalem nach Damaskus. Also genau zu dem Zeitpunkt, als er im Begriff war, in Damaskus Christen zu verfolgen. Kurz vor der Stadt stürzte er zu Boden und hörte, wie Jesus zu ihm sprach und ihn zur Mission berief. Und da waren Zeugnisse, die er aus erster Hand vernommen hatte, die Augenzeugenberichte von Petrus, Johannes und den anderen Aposteln. Was wir im neuen Testament lesen, sind ja nicht Mythen oder Fälschungen aus dem Mittelalter, so wie es gerne behauptet wird. Die Evangelien bestehen aus Augenzeugerichten. Ein schönes Beispiel ist die Ankunft von Jesus in Kafernaum, im Haus von Petrus. Markus erzählt, wie Jesus dort übernachtete und am frühen nächsen Morgen aufbrach. Diese Berichte hat er von Petrus selbst erhalten, dem er in Rom Dolmetscherdienste leistete.

Gebete für ein Inselparadies

Kirche Rüderswil

Kirche Rüderswil

Ist von den Bahamas die Rede, dann denken wir gerne an ein sonniges Inselparadies in der Karibik, an weisse Palmenstrände und an rhythmische Tanzmusik, die sprühende Lebensfreude ausstrahlt. Aber, auf den 30 bewohnten Südseeinseln gibt es auch Not und Armut. Dies erfuhren die Besucherinnen und Besucher an der Feier zum Weltgebetstag in der Kirche Rüderswil. Die Liturgie wurde dieses Jahr von Frauen aus den Bahamas gestaltet. Das WGT-Team hat mit einer abwechslungsreichen Feier den Karibikstaat, zu dem mehr als 700 Inseln gehören, mit Vorträgen, Musik und mit Liedern vorgestellt. Das Thema der Liturgie war die Fusswaschung aus dem Johannesevangelium. Jesus weist darin seine Jünger auf den Wert des Dienens hin. Und darüber hinaus auf die grenzenlose Liebe Gottes.

Im zweiten Teil wurden in der Pfrundscheune kulinarische Köstlichkeiten aus den Bahamas serviert. Die organisierenden Frauen hatten diese selbst zubereitet. Zu kosten gab es würzige Gemüse- und Bohnengerichte, ein alkoholfreies Ingwer-Bier, Kochbananen an einer pikanten Chilli-Sauce und süsse Backwaren zum Tee oder Kaffee.

«Vom Vatter vo allne Liechter»

Itz isch si wider da, die schöni Adväntszyt. Wenn es am Abe vernachtet, de lüchte Stärne, Liechterchettine, schön gschmückti Chrischtböim u Latärne i der Dunkelheit. U de brönne d Cherzli uf em Adväntschranz u hinger de Fänschter. D Adväntszyt isch d Zyt vor Stilli, aber o d Zyt vo der Heiteri. Grad itz, wo d Winternächt läng u chalt wärde, sueche mir Mönsche ds Liecht. Liecht heisst ire länge Winternacht ja o Wermi u Geborgeheit.

U wenn me vom schön gschmückte Dorf es Stück ewägg chunt u die heimelige Wiehnachtsliechter i der Färni schwecher wärde, de lüchtet am Himmel es angers Liecht; eis, wo jede Abe nöi erstrahlet u wo mir i dere hektische Zyt so gärn vergässe. Es isch der Stärnehimmel, wo i der klare Winternacht bsungers häll lüüchtet, tuusig mal tuusig Liechter glitzere i der unändliche Wyti vom Himmelszält. I ha e Momänt zum Himmel gluegt u de a die schöni Stell im Jakobus Brief müesse däiche: «Alles Guete u alles Vollkommene chunt vo obe, vom Vatter vo allne Liechter». Bi ihm git es kei Schatte meh, sis Liecht het kei Aafang u o keis Ändi. Und im Psalm 147 steit, dass Gott alli Stärne zellt het u jedem e eigete Name het gäh.

«...Da chunt en Ängel vo Gott, em Herr, zue ne, und e hälle Schyn vo Gott lüüchtet um sen ume.»  (Ds nöie Teschtamänt, Lk. 2,9)

«…Da chunt en Ängel vo Gott, em Herr, zue ne, und e hälle Schyn vo Gott lüüchtet um sen ume.» (Ds nöie Teschtamänt, Lk. 2,9)

U da bim Blick uf d Stärne chunt mir no öppis i Sinn. Si lüüchte jede Abe vo nöiem, mängisch düechts eim grad, es sig jedesmal no schöner. Iiverstange, mängisch gseht me se nid, Wulche u Näbel versperre d Sicht. Aber d Stärne si doch da u lüchte, ganz glich, ob mir häre luege oder nid. Wie schön wär das, wenn o mir Mönsche o so chönte sy wie die Stärne da obe. Es Liecht sy für angeri. Ganz glich, ob si das de o merke u estimiere. Liecht sy, u alles so erwarte, wies chunt.

Ds Liecht vo Gott isch ewig u strahlet üs a, so wie d Stärne i der Nacht. A jedem nöie Tag, ganz glych, ob mir üs dessi achte. Es isch ds glyche Liecht, wo d Hirte i der heilige Nacht erlüchtet het, wo ihne e Ängel isch erschyne. «Heit kei Angscht», het dä Ängel zu de Hirte gseit. Wieso het dä Himmelsbotschafter grad das als erschts zu dene eifache, bescheidene Mönsche gseit? D Antwort finge mit bi dere Stell, wo der Fischer Petrus erläbt, wie Jesus es Wunder vollbringt u so vil Fische gfange wärde dass es fascht ds Netz verschrysst. Itz erscht erchennt der Fischer Simon, dass Jesus Gottes Sohn isch. Wenn Mönsche Gott so diräkt begägne wie denn der Petrus, de packt se d Angscht! So isch es gwüss o de Hirte ergange. Drum seit der Ängel itz zuene: Heit nid Angscht!

Gottes Liecht het die Hirte umstrahlt, es isch das Licht gsi, wo Jesus sälber immer wider het gred dervo. Är isch ds Liecht wo zu üs uf d Ärde isch cho. Wenn mir üs zu Jesus halte, de trifft üs das Liecht wo o für die Hirte e feischteri Nacht zum hälle Tag het gmacht. Gwüss hei sy dervo brichtet, solang si hei gläbt. Ds Liecht vo Jesus ufnäh, heisst, es offnigs Härz ha für ihn, so wie die Hirte uf e Fäld i der heilige Nacht. Sie hei em Ängel gloubt u hei gseit, «chömit, mit wei ga luege, was da passiert isch!» Ds Liecht vo Jesus erfüllt üs, wenn mir a jedem nöie Morge Gott drum bitte, üs der Wäg zu Jesus z’zeige.

Offe sy für das wo Jesus het gseit, heisst, dass sys Liecht üs erfüllt; u dass mir für angeri Mönsche chöi es Liecht sy. Mit dene Gedanke füehrt der Wäg zrügg i ds Dorf, i ds Adväntsliecht, U plötzlich lüchte all die Stärne u Liechterchettine grad no einisch so schön. Wil si es Zeiche derfür sy, dass dä, wo alles Liecht erschaffe het, i der Chrischtnacht Mönsch worde isch.

Schon wieder eine Hochzeit in Magdala

Ein mysteriöser Text aus einem Buch aus dem 6. Jahrhundert soll beweisen, dass Jesus Christus mit Maria Magdalene verheiretet war und Kinder hatte. Wie glaubwürdig ist das neue Buch «The lost Gospel» von Barrie Wilson und Simcha Jacobovici?

Dieser Tage macht ein neues Enthüllungsbuch von sich reden, das einer Theorie neuen Auftrieb geben will, die so bekannt wie vieldiskutiert ist. Barrie Wilson und Simcha Jacobovici wollen in einem Kodex aus dem 6. Jahrhundert Beweise entdeckt haben, dass Jesus Christus mit Maria aus Magdala verheiratet war und Kinder hatte. Die beiden Autoren nennen sogar die Namen dieser Kinder: Manasse und Ephraim. Ihre Erkentnisse seien das Ergebnis einer sechs Jahre dauernden Übersetzungarbeit an einem Pergamentkodex, der sich seit dem 19. Jahrhundert in England befindet.

Jesus und Maria Magdalena
Jesus erscheint Maria aus Magdala, Gemälde von Alexander Iwanow

Kommt Ihnen das irgendwie vertraut vor? Genau, wir hatten das schon einmal vor einigen Jahren, als ein Roman von Dan Brown für Furrore sorgte. In seinem Bestseller «Sakrileg» stellte Brown dieselbe These auf, berief sich dabei aber auf gnostische Papyri. Es dauerte indes nicht lange, bis Fachleute Browns Thesen gründlich ad absurdum geführt hatten, allen voran Alexander Schick mit seinem Buch «Das wahre Sakrileg». Wie sieht es mit der Wissenschaftlichkeit von «The lost Gospel» aus? Die Thesen von Jacobovici und Wilson muten abenteuerlich an: sie wollen entdeckt haben, dass der jüdische Roman «Joseph und Asenath» in Wirklichkeit eine verklausulierte Lebensgeschichte von Jesus Christus ist. Das Manuskript aus dem 6. Jahrhundert sei eine Kopie eines Originals aus dem 1. Jahrhundert, heisst es weiter. Einen stichhaltigen Beweis für diese Behauptung liefern die Verfasser indes nicht. Und die Erkenntnis, dass die jüdischen Doppelnovelle (Wikipedia) eine verschlüsselte Jesusbiographie ist, beruht einerseits auf einigen wenigen Schilderungen, die an Passagen aus dem neuen Testament erinnern können, andererseits auf einer bekannten Verschwörungstheorie. Diese will es, dass der römische Kaiser Konstantin Bibeln, die nicht seinen Vorstellungen entsprachen, verbrennen liess. Daraus lässt sich leicht die Behauptung ableiten, Schriften seien versteckt und dann vergessen worden, zuletzt aber wieder aufgetaucht. In Wirklichkeit tat Konstantin der Grosse genau das Gegenteil. Er unterstützte die Bildung eines Kanons und ordnete an, neue Bibeln herzustellen.

Im 544 Seiten starken Buch, das zurzeit nur in englischer Sprache vorliegt, lässt eine weitere Behauptung aufhorchen: Jesus Christus müsse als Rabbiner verheiratet gewesen sein, heisst es da. Diese These wird immer wieder aus dem Vorratslager der Sensationsmacher hervorgekramt. Trotzdem ist und bleibt sie falsch. Alexander Schick geht in seinem Buch explizit darauf ein. In seiner Zusammenfassung zu den grössten Irrtümern im Roman «Sakrileg» schreibt er: Es ist unwahr, dass jeder jüdische Rabbi verheiratet sein musste. Wir wissen aus zeitgenössischen Berichten, dass es gerade in strengen frommen jüdischen Kreisen (wie bei den Essenern) viele unverheiratete Männer gab.. Dass «Joseph und Asenath» in Wirklichkeit Jesus und Maria Magdalena gewesen seien, zieht auch Kurioses nach sich. Denn bei der Hochzeit von Joseoph und der Tochter des Potifar war der Pharao persönlich anwesend. Dann müsste konsequenterweise der Herrscher vom Nil auch Jesus und Maria seine Aufwartung gemacht haben.

«The lost Gospel» setzt eine Tradition fort, die mit Baigent und Leigh (Verschlusssache Jesus) vor zwei Jahrzehnten medienwirksam begann und mit Browns Sakrileg eine furiose Fortsetzung fand. Eigentlich unterscheidet sich das neue Werk von seinen Vorgängern nur darin, dass es vermutlich nicht an die bisherigen Erfolge wird anknüpfen können. Dazu hat die Grundthese des verschlüsselten Buches einfach zu wenig Substanz. Der Kodex mit der Kennzahl 17,202 in der British Library ist nicht «mysteriös», so wie Wilson und Jacobovici im Vorwort schreiben. Er ist schon mehrfach von Philologen übersetzt worden und bestens bekannt. Ferner ist der Tumult rund um Dan Brown noch nicht vergessen, Fachleute und Journalisten, aber auch die Leser selbst sind vorsichtiger geworden.

Wenn der «Hype» sich wieder einmal gelegt hat und es stiller wird, dann bleibt die eine Erkenntnis: Die Bibel hat nichts von ihrer Glaubwürdigkeit verloren. Während «The lost Gospel» wohl schon bald wieder vergessen sein wird, büsst die Bibel als wahrer Bestseller nichts von ihrer Faszination ein. Heute wie vor 2000 Jahren. Es bleibt dann wieder Zeit, um sich an das zu erinnern, was die Bibel von Jesus sagt. Er kam in unsere Welt, um uns das ewige Leben zu schenken. Gott ist Mensch geworden – das ist die ganz grosse Sensation.

Der Glaube an das Gute

Die Geschichte könnte sich vor wenigen Wochen zugetragen haben, als das Emmental von schweren Überschwemmungen heimgesucht wurde. In einem der der in Mitleidenschaft gezogenen Dörfer hielt am Abend ein Auto mit einem Nummernschild aus einem anderen Kanton an. Jemand stieg aus, ging die Strasse auf und ab und besah sich die Verwüstungen, die der über die Ufer getretene Bach angerichtet hatte. Ein Anwohner beobachtete den Besucher aufmerksam und wurde dann argwöhnisch: Aha, noch so ein Katastrophentourist. Kurz entschlossen ging er auf den Fremden zu und sagte ihm in einem nicht gerade freundlichen Ton, dass es hier nichts Interessantes zu sehen gäbe! Überrascht und erschrocken entschuldigte sich der Besucher zuerst und ging dann zurück zu seinem Auto.
Aber vielleicht wollte der Fremde nur einen Bekannten besuchen, wusste den Weg dorthin nicht genau und sah sich deswegen um. Für den Dorfbewohner, der nichts gutes ahnte, wäre dies auf jeden Fall beschämend. Zugleich muss man ihn aber auch in Schutz nehmen, denn wenn ein Dorf von Unwettern betroffen ist, dann hat dies bei den Betroffenen neben Sorgen und Existenzängsten auch Stress zur Folge. Menschen, die unter Stress stehen, reagieren anders. Hinzu kommt, dass eine gesunde Portion Misstrauen nichts schlechts ist, zumal sie in manchen Lebenssituationen vor schlimmerem bewahren kann.

Und auch die folgende Erkenntnis ist nicht neu: viele Menschen sind eher bereit, an das Schlechte zu glauben als an das Gute. Schon Jeremas Gotthelf beklagte dies, zum Beispiel in einer seiner Kalenderpredigten. Und einer der grössten Menschenkenner, Jesus aus Nazareth, wies darauf hin dass uns nicht das verunreinigt, was wir essen, sondern schlechte Dinge, die wir sagen – und zuvor gedacht haben. Es ist eine alte Erkenntnis, dass vor der Tat die ausgesprochene Absicht steht, die selbst das Ergebnis der Gedanken ist. Und nicht weniger alt ist das Wissen darüber, dass Gedanken nicht zollfrei sind. Das heisst, dass sie uns verändern können, Auch darauf wies Jesus mehrfach hin, etwa wenn er vom Licht in uns sprach. Finstere Gedanken verdunkeln auch uns selbst!

Daraus kann man nun auch sehen, was gute Gedanken in uns auslösen. Sie sind wie ein Licht , das uns erhellt. Oder wie eine Brücke, die in guter und wohlwollender Absicht zu unseren Menschen führt. Gute Gedanken bleiben nicht ohne Wirkung in unserem Gemüt, das bemerken auch die Menschen, die um uns sind. Und ganz besonders Kinder, gerade ihnen bleiben auch feinste Regungen nicht verborgen. Und wer sich im Leben immer wieder einen guten Gedanken fasst, erhellt nicht nur sich selbst, er löst damit auch den Nebel auf, der ihn von Gott trennt, Gute Gedanken säumen den Weg in den Himmel. Das mag nun pathetisch klingen, nichtsdestotrotz ist es wahr! Und es gibt noch eine wichtige Erkenntnis, die ich abschliessend erwähnen möchte: Der Glaube an das Gute kann antrainiert werden: Wer es regelmässig und bewusst tut, macht es sich zur Gewohnheit.